Märkte / Aktien

SMI geht mit leichtem Plus ins Wochenende

Dank guter Nachrichten von der Coronafront verzeichnen Roche, Novartis und Lonza einen Gewinn.

(AWP/GAH) Der Schweizer Aktienmarkt baute den Gewinn bis zur Börseneröffnung in den USA zunächst ausgebaut. Danach bröckelte die Avance. Der SMI schloss mit einem Plus von 0,2% auf 10’539 Punkte. Die Pharmaschwergewichte Roche (ROG 297.25 -0.64%) und Novartis (NOVN 76.63 0.33%) zogen den Leitindex SMI nach oben. Dahinter folgen Lonza (LONN 569.6 -0.45%).

Der Dow Jones notierte am Vormittag in den USA leicht im Minus. Auch der marktbreite S&P 500 verlor 0,8%. Noch deutlicher im Minus stand der Index der Technologiebörse Nasdaq 100.

Roche konnte mit gleich zwei Meldungen zur Coronabekämpfung punkten. (Lesen Sie hier mehr.) Der Konzern hat in einer Studie mit einem bereits zugelassenen Mittel die angepeilte Wirksamkeit in der Behandlung von coronabedingter Lungenentzündung erzielt. Zudem lanciert er einen Antikörpertest, mit dem Personen identifiziert werden können, die mit dem Coronavirus angesteckt waren und selbst bereits Antikörper entwickelt haben.

Uneinheitlich zeigten sich die Versicherer. Zurich Insurance (ZURN 310.8 1.04%) schlossen etwas fester, Swiss Life (SLHN 335.3 -0.39%) verloren etwas, und Swiss Re (SREN 67.48 -0.15%) gehörten zu den grössten Verlierern. Diese wurden angeführt von Richemont (CFR 62.58 0.03%). Auch die Grossbankentitel Credit Suisse (CSGN 9.616 -0.66%) und UBS (UBSG 11.245 1.12%) setzten ihre Talfahrt vom Vortag fort.

Letzter Handelstag vor Indexanpassungen

Bei den mittelgrossen Unternehmen stand mit Vifor Pharma (VIFN 112.5 1.35%) ein weiteres Unternehmen aus der Gesundheitsbranche im Fokus. Vifor hat mit der Optimus Holding, hinter der der ehemalige Vifor-CEO Etienne Jornod steht, einen Käufer für die Tochter OM Pharma gefunden. Der Kaufpreis liege bei 435 Mio. Fr.. (Lesen Sie hier mehr.)

Ab Montag werden Vifor im SMIM (SMIM 2626.289 -0.68%) durch die Papiere von Straumann (STMN 1004.5 3.66%) ersetzt. Im SMI wird Partners Group (PGHN 854.4 0.28%) den Platz von Adecco (ADEN 51.2 -1.08%) einnehmen. In den hinteren Reihen fallen Swatch Group (UHR 206.2 -0.63%) (Namensaktien), Bucher (BUCN 355.6 1.72%) sowie Dormakaba (DOKA 453.8 -0.37%) aus dem SMIM und werden am Montag durch SIG Combibloc (SIGN 19.27 0.89%), Galenica (GALE 60.3 -0.25%), Cembra (CMBN 107.1 -0.56%) ersetzt.

Flughafen Zürich und Dufry lassen Federn

Bei den im SMIM zusammengefassten Mittelgrossen setzten sich VAT Group (VACN 169.6 -0.24%) und Partners Group vor den Tech-Titeln Logitech (LOGN 80.98 -3.57%) und AMS (AMS 21.16 -2.76%) an die Spitze. Angesichts steigender Coronafallzahlen in Europa liessen Flughafen Zürich (FHZN 126.7 0.64%) und Dufry (DUFN 35.82 0.11%) am meisten Federn.

Die Aktien von Emmi (EMMN 874.5 -0.91%) reagierten leicht positiv auf die am Freitag angekündigte Übernahme von Indulge Desserts. (Lesen Sie hier mehr.) Bei den kleinen Gesellschaften fielen Valora (VALN 141.8 -2.61%), Schlatter (STRN 26.8 3.08%), Gurit (GUR 1978 0.71%) und Zur Rose (ROSE 236.5 -1.66%) mit einem Gewinn auf. Relief Therapeutics (RLF 0.488 -1.21%), die am Donnerstag noch zuoberst standen, gehörten zu den grössten Verlierern.

Gold und Silber teurer

Gold und Silber verteuerten sich leicht, Öl der Sorten Brent und WTI gab den Gewinn weitgehend ab. Bei den Währungen bewegte sich wenig. Der Euro legte gegenüber dem Franken minimal zu. Die Gemeinschaftswährung kostete 1.078 Fr., der Dollar zeigte sich stabil bei knapp unter 0.91 Fr.

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