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Roche meldet Studienmisserfolg

Eine Phase-III-Studie des Basler Pharmakonzerns für sein Medikament Tecentriq hat ihren primären Endpunkt nicht erreicht.

(AWP) Roche (ROG 224.55 0.25%) muss einen Misserfolg für sein Medikament Tecentriq (atezolizumab) vermelden. Wie der Basler Pharmakonzern am Donnerstag mitteilte, hat eine Phase-III-Studie (IMblaze370), welche die Wirkung einer Kombination der Medikamente Tecentriq und Cotellic bei Personen mit fortgeschrittenem oder metastasierendem Dickdarmkrebs geprüft hat, ihren primären Endpunkt nicht erreicht.

Dabei ging es um die Wirkung in Bezug auf die Verlängerung der Gesamtüberlebenszeit (overall survival) im Vergleich zum Medikament Regorafenib des deutschen Konkurrenten Bayer (BAYN 104.36 -0.13%).

Bereits eine Monotherapie von Tecentriq hatte bei dieser Indikation keine Wirkung im Vergleich zum Bayer-Medikament gezeigt. Nun verfehlte also auch die Kombination mit Cotellic (cobimetinib) bei Patienten mit fortgeschrittenen, schwer behandelbarem Darmkrebs, die bereits mindestens zwei Chemotherapien hinter sich haben, ihre Wirkung. Die entsprechenden Studienresultate würden weiter geprüft und an einem Meeting dann präsentiert, so Roche.

Die Resultate seien sicher nicht so ausgefallen, wie man sich erhofft habe, sagte Sandra Horning, Chief Medical Officer von Roche, in der Mitteilung. Es liefen aber noch eine Anzahl von Studien im Bereich Darmkrebs, welche in Zukunft eine wichtige Rolle zur Behandlung der Krankheit haben könnten.

Insgesamt laufen für Tecentriq den Angaben zufolge über 50 Studien, welche die Wirkung des Medikamentes alleine oder in Kombination mit anderen Medikamenten bei verschiedenen Krebsarten untersuchen.

Weitere Daten zu Nemolizumab

Ebenfalls am Donnerstag teilte die japanische Roche-Tochter Chugai mit, dass Langzeitdaten für das Mittel Nemolizumab (CIM331) gegen mässige bis schwere atopische Dermatitis (Neurodermitis) im Journal of Allergy and Clinical Immunology Online veröffentlicht worden sind.

Gemäss Chugai zeigen die Daten eine gute Wirksamkeit und Sicherheit. Sie würden damit die Erwartungen erhöhen, dass Nemolizumab zu einer neuen Behandlungsoption für die Krankheit werden könnte.

Die komplette Historie zu Roche finden Sie hier. »

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