Unternehmen / Finanz

Rohners Flucht nach vorn

Analyse | Der Präsident der Grossbank gewinnt den Machtkampf gegen den CEO und muss jetzt um seine Wiederwahl fürchten.

Der Präsident des Verwaltungsrats von Credit Suisse, Urs Rohner, entscheidet den Machtkampf an der Spitze der Grossbank für sich. Schon zu Wochenbeginn wurde der Abgang von Bankchef Tidjane Thiam kolportiert, am Freitag ist er Realität geworden. Thomas Gottstein, Chef des Schweizgeschäfts, übernimmt. Doch ein Befreiungsschlag auf ganzer Linie ist es für die Bank nicht, Rohner steht weiter in der Kritik.

Der Verwaltungsrat (VR) habe eine «schlechte Entscheidung» getroffen und sei damit einem «schwachen Präsidenten blind gefolgt». Die Aussagen von David Herro, Investmentchef von CS-Grossaktionär Harris Associates, in einem Gespräch mit Bloomberg am Freitag glichen einer Kriegserklärung. «Der Präsident sollte jetzt zurücktreten», sagte Herro. Man werde sehen, ob Rohner die Abstimmung an der kommenden Generalversammlung (GV) «überlebt».

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Leser-Kommentare

Marius Zimmermann 07.02.2020 - 16:47

Ich betrachte die Arbeit von Thiam als nicht erfolgreich, wenn man den Kurs der CS-Aktie betrachtet. Notabene ist die Schweizer Börse zwischen 2015 und heute stark gestiegen. Also was soll Thiam – ausser dem Kassieren von hohen Löhnen- gut gemacht haben?

Markus Fischer 07.02.2020 - 17:35
Die Aussagen von VRP Rohner über den angeblich hervorragenden Leistungsausweis von CEO Thiam sind für mich als Aktionär, der die CS seit mehreren Jahren immer unterstützt hat und dabei einen Buchverlust von über 50% aufweist bei Börsen, die in dieser Zeit massivst angestiegen sind, ein Affront und zeigt deutlich auf, das diese Person ebenfalls so rasch wie möglich ersetzt werden… Weiterlesen »
Jean Ackermann 07.02.2020 - 22:28
Wenn man die schweigende Masse, die sich eigentlich nie äussert, ausser wenn es um Marketingäusserungen wie bei Grethas Klimahype geht als zwischenzeilig weise hinstellt, dann ist das wieder einmal ein in bekannter Manier Nichtwissen. Denn die wenigen Lautstarken die sich überhaupt für die Angelegenheit interessieren und sich damit überhaupt befassen und einiges mehr verstehen als die üblichen Berichterstatter, halten immerhin… Weiterlesen »