Märkte

Rohöl verleiht den Inflationsängsten Flügel

Der Preis für ein Fass Öl der Nordseesorte Brent hat sich seit dem vergangenen Frühjahr verdreifacht. Das geht nicht spurlos an den Teuerungsraten vorbei.

Die Finanzmärkte zeigen sich unbeeindruckt von jeglichen Verzögerungen in den Impfbemühungen und haben sich in den vergangenen Wochen neuen Themen zugewandt. Die Konjunkturpessimisten sind mittlerweile deutlich in der Minderzahl. Die Anleihenrenditen steigen und nähren eine Rotation am Aktienmarkt, die auf der Annahme anziehender Inflation basiert. Die Statistiken zur Entwicklung der Konsumentenpreise in einigen Ländern bestätigen die steigenden Inflationserwartungen faktisch bereits: Die Teuerung zieht an, wenn auch vielerorts von einem sehr tiefen Niveau aus.

Einer der Treiber mit globaler Bedeutung ist schnell ausgemacht: Der Rohölpreis kennt kein Halten mehr. Seit Anfang November ist ein Fass der Nordseesorte Brent um knapp 75% teurer geworden. Allein im laufenden Monat hat der Fasspreis um beinahe 10$ zugelegt und liegt mittlerweile über 63 $. Die US-Sorte WTI, die im vergangenen April kurzzeitig sogar tief in den negativen Bereich, auf –37 $, gefallen war, kratzt ebenfalls an der 60 $-Marke. Die Preise haben das Niveau von vor der Pandemie wieder erreicht. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?