Unternehmen / Energie

Romande Energie leidet unter hohen Strompreisen

Analyse | Dienstleistungen und die Preispolitik federn höhere Beschaffungskosten ab. Die Stromtarife für Haushalte steigen.

«Steady in the Storm», stabil im Sturm, lautete die Überschrift zur Präsentation der Jahreszahlen von Romande Energie. Der Sturm braute sich im vergangenen Herbst zusammen, als die Gas- und Strompreise markant zu steigen begannen. Romande Energie hat im vergangenen Jahr 2,2 Terawattstunden (TWh) Strom verkauft, allerdings nur 0,8 TWh selbst produziert. Den restlichen Bedarf deckt die Westschweizer Stromversorgerin mit Zukäufen an der Strombörse und über Partnerschaften und leidet unter den hohen Preisen. «Unsere Haushaltkunden zahlen für die Elektrizität im Jahr 2022 8 Rappen pro Kilowattstunde (ohne Netz-Abgaben und Steuern). In der Beschaffung zahlen wir derzeit 20 bis 30 Rappen», sagte CEO Christian Petit.

Haushalte werden 2023 mehr bezahlen

Die Stromtarife für Haushaltkunden, von denen Romande Energie rund 300’000 hat, werden in der Schweiz einmal pro Jahr jeweils im August festgelegt. Auch im laufenden Jahr liegen die Verkaufspreise im regulierten Markt, der Kunden mit weniger als 100 MWh Jahresverbrauch umfasst, unter den Beschaffungskosten. Als die Tarife vergangenen August bestimmt wurden, zeichneten sich die Marktverwerfungen noch nicht in diesem Ausmass ab. Für 2023 dürfte Romande Energie eine Preiserhöhung beantragen, die für die Energiekomponente des Stromtarifs im hohen zweistelligen Prozentbereich liegen könnte.

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