Unternehmen / Industrie

Rosengrens Erfolgsrezept für ABB

Der neue Konzernchef setzt auf Dezentralisierung und aktives Portfolio-Management. Bis die neue Struktur greift, wird es aber länger dauern.

Der grosse Knall ist ausgeblieben. Eine weitere Zerstückelung des Technologiekonzerns steht für CEO Björn Rosengren nach rund hundert Tagen im Amt nicht an der Tagesordnung. Noch nicht. Insgesamt hat der 61-jährige Schwede an seiner ersten öffentlichen Videokonferenz vor Investoren das erwartete Rezept präsentiert, um ABB wieder erfolgreich zu machen: Dezentralisierung, Priorisierung von Profitabilität vor Wachstum, konsequente Portfoliobereinigung.
Der CEO erfüllt damit die Erwartungen vieler Investoren. Sie fordern seit Jahren die Aufspaltung oder Verkleinerung des Konglomerats, um den Aktienkurs zu beleben. Dieser kommt seit zehn Jahren nicht vom Fleck. Grossaktionäre wie Cevian sind begeistert. Zur schwedischen Wirtschaftszeitung «Dagens Industri» sagte Cevian-Chef Christer Gardell: «Ich bin überzeugt, dass Björn das Wertpotenzial von ABB von 35 Fr. erreichen wird.» Derzeit stehen die Titel bei 20 Fr. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?