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Märkte / Aktien

Schweizer Börse beendet Woche im Minus

Die Korea-Krise belastet: Der Leitindex SMI verliert heute und büsst auch auf Wochensicht ein. Verhalten freundliche Eröffnung an Wallstreet. Euro erstarkt wieder.

Das Säbelrassen zwischen Donald Trump und Kim Jong-un hat den Anlegern weiter Sorgen bereitet: Die Schweizer Börse nah auch heute wieder mit einem Minus den Handel auf. Der Leitindex SMI (SMI 8945.4 -1.02%) lag bei Eröffnung klar 0,5% im Minus und weitete die Abgaben auf ein Tagestief von -1% aus. Im Laufe des Nachmittags fing er sich etwas und baute einen Teil des Verlustes ab. Dennoch resultierte bei Handelschluss ein klares Minus. Das Minus der Handelswoche belief sich auf 2,7%.

Neben den geopolitischen Spannungen beeinflussten unerwartet niedrige Inflationszahlen in den USA die Märkte. Der Dow Jones eröffnete fester und notierte bei Handelsschluss in Europa 0,2% im Plus. Der breiter gefasste S&P 500 stieg 0,4%. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte gar 0,7% zu. Gestern hatten die Märkten in den USA klar abgegeben.

Klares Minus im SMI

Bei den Schweizer Blue Chips führten die Banken UBS (UBSG 16.3 -1.87%), Credit Suisse (CSGN 14.31 -1.92%) und Julius Bär (BAER 54.15 -1.01%) die Verliererliste an, obwohl sie zwischenzeitlich einen Teil der Einbussen wettmachen konnten.

Auch die Papiere der Luxusgüterhersteller Richemont (CFR 82.8 -0.96%) und Swatch Group (UHR 374.2 -0.82%) büssten. Die Wettbewerbsbehörde (Weko) erwägt eine Untersuchung wegen restriktiver Lieferungen für Ersatzteile der Uhrenhersteller an unabhängige Uhrmacher.

Lonza (LONN 233.3 0.47%) gaben zwischenzeitlich 2% ab, erholten sich aber bis Börsenschluss wieder. Vontobel (VONN 61.55 -0.89%) hatte das Kursziel auf 246 Fr. (zuvor 198 Fr.) gesetzt.

Zudem liessen Adecco (ADEN 70.85 -0.49%) erneut Federn, nachdem die Aktien des Personalvermittlers gestern im Zuge der Halbjahreszahlen 6,4% schwächer geschlossen hatten.

Anfänglich hatten die Schwergewichte ihre Verluste noch einzudämmern versucht. Doch auch Nestlé (NESN 81.25 -0.73%), Roche (ROG 244.2 -0.37%) und Novartis (NOVN 80.65 -1.59%) schlossen im roten Bereich.

Einzig Sika (SIK 6795 1.19%) konnten sich im Laufe des Nachmittags ein Mini-Plus erarbeiten und dieses auch halten.

Mehrere Semester-Ausweise vorgelegt

Bei den kleinen und mittelgrossen Unternehmen standen jene im Fokus, die heute Halbjahreszahlen präsentierten. Der Mischkonzern Conzzeta (CON 1009 0.4%) konnte – wie angekündigt – einen grossen Sprung beim Umsatz und Gewinn machen. Die Aktien verloren dennoch klar, notierten aber weiter nahe am Allzeithoch.

Der Stahlhersteller Schmolz + Bickenbach (STLN 0.91 0%) profitierte von höheren Preisen und hob den Ausblick für das Gesamtjahr an. Die Aktien machten einen Teil des Anfangsverlustes wett.

Dätwyler (DAE 156.6 0.13%) steigerte den Umsatz, musste aber beim Gewinn einen leichten Rückgang hinnehmen.

Und der Finanzdienstleister VZ Holding (VZN 297.5 -0.34%) bewies mit dem Zahlenwerk, dass er weiter auf einem Wachstumspfad wandert.

Zudem gaben AMS (AMS 68.4 -1.79%) und Logitech (LOGN 33.8 -0.73%) erneut ab. Auch von den zwischenzeitlichen Avancen der Aktien von Vifor Pharma (VIFN 97.15 -0.41%) nach den überraschend guten Halbjahreszahlen blieb nichts übrig – im Gegenteil. OC Oerlikon (OERL 13.9 -1.77%) und VAT Group (VACN 128.2 1.34%) mussten ebenso Federn lassen.

Die Aktien der Schweizerischen Nationalbank SNB (SNBN 2850 11.11%) stemmten sich wieder gegen den Trend.

Asiens Märkte im Banne der Korea-Krise

Angesichts der weiter wachsenden Spannungen zwischen Nordkorea und den USA büssten die asiatischen Aktienmärkte ein. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans rutschte 1,6% ab. Der chinesische CSI300-Index gab 1,3% nach. Der Hang Seng (Hang Seng 27344.22 -0.24%) in Hongkong verlor 2%, und auch der südkoreanische Kospi (Kospi 2361 -0.01%) fiel 1,6%. Die japanischen Börsen waren wegen eines Feiertags geschlossen.

Euro deutlich fester

Nachdem der Euro angesichts der Korea-Spannungen unter Druck gekommen war, legte er heute wieder zu. Die Avancen manifestierten sich bei Publikation der US-Inflationszahlen. Die europäische Einheitswährung gewann 0,2% zum Schweizer Franken und kostete bei Handelsschluss in Europa 1.1355 Fr. 1 € lag um 17:30 Uhr MESZ bei 1.1793 $. Das war ein Zuwachs von 0,2%. Zur Schweizer Währung notierte der Dollar bei 0.9628 Fr.

Gold fester

Der Goldpreis erhielt durch die angespannte geopolitische Situation leichten Auftrieb. Eine Unze des Edelmetalls wurde 0,1% fester bei 1287 $ gehandelt. Ein Barrel (159 Liter) Öl der Sorte Brent (Brent 50.896 1.08%) gab 0,7% ab und kostete knapp 52 $.