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Märkte / Aktien

Schweizer Börse beendet Woche im Minus

Die Korea-Krise belastet: Der Leitindex SMI verliert heute und büsst auch auf Wochensicht ein. Verhalten freundliche Eröffnung an Wallstreet. Euro erstarkt wieder.

Das Säbelrassen zwischen Donald Trump und Kim Jong-un hat den Anlegern weiter Sorgen bereitet: Die Schweizer Börse nah auch heute wieder mit einem Minus den Handel auf. Der Leitindex SMI (SMI 9212.6 -0.39%) lag bei Eröffnung klar 0,5% im Minus und weitete die Abgaben auf ein Tagestief von -1% aus. Im Laufe des Nachmittags fing er sich etwas und baute einen Teil des Verlustes ab. Dennoch resultierte bei Handelschluss ein klares Minus. Das Minus der Handelswoche belief sich auf 2,7%.

Neben den geopolitischen Spannungen beeinflussten unerwartet niedrige Inflationszahlen in den USA die Märkte. Der Dow Jones eröffnete fester und notierte bei Handelsschluss in Europa 0,2% im Plus. Der breiter gefasste S&P 500 stieg 0,4%. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte gar 0,7% zu. Gestern hatten die Märkten in den USA klar abgegeben.

Klares Minus im SMI

Bei den Schweizer Blue Chips führten die Banken UBS (UBSG 17.17 0.06%), Credit Suisse (CSGN 15.99 0.44%) und Julius Bär (BAER 58.3 -0.09%) die Verliererliste an, obwohl sie zwischenzeitlich einen Teil der Einbussen wettmachen konnten.

Auch die Papiere der Luxusgüterhersteller Richemont (CFR 88.7 -0.17%) und Swatch Group (UHR 390.7 0.28%) büssten. Die Wettbewerbsbehörde (Weko) erwägt eine Untersuchung wegen restriktiver Lieferungen für Ersatzteile der Uhrenhersteller an unabhängige Uhrmacher.

Lonza (LONN 259.3 0.31%) gaben zwischenzeitlich 2% ab, erholten sich aber bis Börsenschluss wieder. Vontobel (VONN 60.95 -0.16%) hatte das Kursziel auf 246 Fr. (zuvor 198 Fr.) gesetzt.

Zudem liessen Adecco (ADEN 75.85 -2.32%) erneut Federn, nachdem die Aktien des Personalvermittlers gestern im Zuge der Halbjahreszahlen 6,4% schwächer geschlossen hatten.

Anfänglich hatten die Schwergewichte ihre Verluste noch einzudämmern versucht. Doch auch Nestlé (NESN 83.15 0.48%), Roche (ROG 234.9 0%) und Novartis (NOVN 83.2 -2.29%) schlossen im roten Bereich.

Einzig Sika (SIK 7175 -0.14%) konnten sich im Laufe des Nachmittags ein Mini-Plus erarbeiten und dieses auch halten.

Mehrere Semester-Ausweise vorgelegt

Bei den kleinen und mittelgrossen Unternehmen standen jene im Fokus, die heute Halbjahreszahlen präsentierten. Der Mischkonzern Conzzeta (CON 980 1.03%) konnte – wie angekündigt – einen grossen Sprung beim Umsatz und Gewinn machen. Die Aktien verloren dennoch klar, notierten aber weiter nahe am Allzeithoch.

Der Stahlhersteller Schmolz + Bickenbach (STLN 0.95 0%) profitierte von höheren Preisen und hob den Ausblick für das Gesamtjahr an. Die Aktien machten einen Teil des Anfangsverlustes wett.

Dätwyler (DAE 160.3 -0.19%) steigerte den Umsatz, musste aber beim Gewinn einen leichten Rückgang hinnehmen.

Und der Finanzdienstleister VZ Holding (VZN 342.75 -0.07%) bewies mit dem Zahlenwerk, dass er weiter auf einem Wachstumspfad wandert.

Zudem gaben AMS (AMS 77.35 17.91%) und Logitech (LOGN 34.51 -4.8%) erneut ab. Auch von den zwischenzeitlichen Avancen der Aktien von Vifor Pharma (VIFN 124.6 0.32%) nach den überraschend guten Halbjahreszahlen blieb nichts übrig – im Gegenteil. OC Oerlikon (OERL 15.65 0%) und VAT Group (VACN 133.6 0%) mussten ebenso Federn lassen.

Die Aktien der Schweizerischen Nationalbank SNB (SNBN 3749 1.52%) stemmten sich wieder gegen den Trend.

Asiens Märkte im Banne der Korea-Krise

Angesichts der weiter wachsenden Spannungen zwischen Nordkorea und den USA büssten die asiatischen Aktienmärkte ein. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans rutschte 1,6% ab. Der chinesische CSI300-Index gab 1,3% nach. Der Hang Seng (Hang Seng 28154.97 -0.53%) in Hongkong verlor 2%, und auch der südkoreanische Kospi (Kospi 2493.64 0.14%) fiel 1,6%. Die japanischen Börsen waren wegen eines Feiertags geschlossen.

Euro deutlich fester

Nachdem der Euro angesichts der Korea-Spannungen unter Druck gekommen war, legte er heute wieder zu. Die Avancen manifestierten sich bei Publikation der US-Inflationszahlen. Die europäische Einheitswährung gewann 0,2% zum Schweizer Franken und kostete bei Handelsschluss in Europa 1.1355 Fr. 1 € lag um 17:30 Uhr MESZ bei 1.1793 $. Das war ein Zuwachs von 0,2%. Zur Schweizer Währung notierte der Dollar bei 0.9628 Fr.

Gold fester

Der Goldpreis erhielt durch die angespannte geopolitische Situation leichten Auftrieb. Eine Unze des Edelmetalls wurde 0,1% fester bei 1287 $ gehandelt. Ein Barrel (159 Liter) Öl der Sorte Brent (Brent 57.689 0.36%) gab 0,7% ab und kostete knapp 52 $.