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Roter Herbst: Grösster Kurseinbruch seit der Finanzkrise

Mit dem Taucher am Mittwoch ist der diesjährige Oktober der schwächste US-Börsenmonat seit Februar 2009. Vier eindrückliche Grafiken zum roten Herbst.

Peter Rohner

Der Börsenmonat Oktober zeigt sich wieder einmal von seiner hässlichsten Seite. Fast 9% hat der US-Leitindex S&P 500 (SP500 2599.95 -1.91%) schon verloren. Die ganzen Kursgewinne des ersten Halbjahres sind wieder ausradiert.

Wenn es so weitergeht, wird der Oktober 2018 als schlechtester Monat seit der Finanzkrise in die Annalen eingehen.


Man wird dann rückblickend für den Crash sicher auch einen Namen und eine Erklärung gefunden haben. Derzeit herrscht aber eine grosse Ratlosigkeit über den Auslöser der Verkaufswelle.

Die üblichen Verdächtigen – höhere Zinsen, stolze Bewertungen, Handelskrieg und geopolitische Spannungen – waren alle schon länger bekannt.

In den letzten zehn Jahren gab es nur drei Monate, die den Investoren noch grössere Verluste bescherten. Zeitlich verortet sind sie alle in der Finanzkrise 2008/09, als die Gründe für die Panik offensichtlicher waren:

Der Nasdaq Composite hatte gestern den schlechtesten Tag seit sieben Jahren. Sei dem letzten Hoch hat er über 12% verloren, sein Plus ab Anfang Jahr ist auf 3% geschmolzen. Schweizer Aktien sind dieses Jahr gemäss dem Swiss Performance Index ebenfalls über 5% im Minus. Auch hier ist der rote Oktober für die Verluste verantwortlich.

Leser-Kommentare

Nader Rodolfo Fassbind 29.10.2018 - 12:18
Teilweise ist es möglich, eine Ursache zu eruieren: dann nämlich wenn man die zeitliche Index-Entwicklung mit dem Nachrichtenfluss vergleicht. Also zum Beispiel: am Donnerstag 25.10. um 15:30 Uhr kam der S&P 500 zurück, welche Nachricht wurde um diese Zeit gemeldet? Ein kleiner Kursrückgang kann Stop-Loss, bzw. Margin-Calls auslösen, allenfalls können es auch Algorithmen in Verbindung mit dem Hochfrequenz-Handel. Grundsätzlich geht… Weiterlesen »