Unternehmen / Gesundheit

Rückschlag für Gentherapie mit Roche-Beteiligung

Dem Pharmakonzern könnte ein Abschreiber bevorstehen, nachdem Partner Sarepta enttäuscht hat.

Am Freitag wurde wieder einmal deutlich, wie brutal die Biotech-Welt ist. Das US-Unternehmen Sarepta hat bekannt gegeben, dass die Phase-II-Studie für seine Gentherapie zur Behandlung von Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) gemäss einem Zwischenresultat das Hauptziel verfehlt hat. Die vom erblichen Muskelschwund betroffenen Knaben hatten ihre Muskelfunktion nach einem Jahr nicht verbessert verglichen mit denen, die ein Placebo erhalten hatten. Binnen Minuten stürzte die Aktie auf die Hälfte des Vortagesschlusskurses ab. Am Montag erholte sie sich immerhin um 9%.

Die Valoren der Lizenzpartnerin Roche dagegen zeigen sich bis anhin robust. Sie legten am Freitag und am Montag im allgemein euphorischen Aktienhandel zu. Dabei könnte auf den Pharmakonzern ein grösserer Abschreiber zukommen, hatte er doch vor gut einem Jahr 750 Mio. $ Cash für die Rechte an der Gentherapie SRP-9001 bezahlt und zusätzlich für 400 Mio. $ Sarepta-Aktien zu einem Aufpreis erworben. Auf Anfrage der FuW gibt Roche-Sprecherin Barbara von Schnurbein aber vorerst Entwarnung: «Zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir keine Notwendigkeit, eine Abschreibung vorzunehmen.» Roche werde die Studienergebnisse «vollständig auswerten und den Fortschritt dieses Programms weiter beobachten». Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Romano Maggetti 11.01.2021 - 17:57

Wäre es für Roche nicht besser gewesen, Santhera zu kaufen?