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Rund 15 Mrd. Fr. über Loanboox nachgefragt

Das Fintech-Unternehmen hat im ersten Halbjahr sein Wachstum beschleunigt und ist nach der Schweiz und Deutschland nun auch in Österreich und Frankreich an den Start gegangen.

Valentin Ade

Loanboox wächst weiterhin stark. Über die Plattform haben Städte, Gemeinden, Kantone und Grossunternehmen mittlerweile Kredite von rund 15 Mrd. Fr. bei Banken, Versicherungen und Pensionskassen nachgefragt.

Wie «Finanz und Wirtschaft» erfahren hat, wurden 6,5 Mrd. Fr. davon bereits erfolgreich gesprochen. Knapp zwei Jahre nach dem Start wurde vor kurzem die eintausendste Finanzierungsanfrage über die Plattform gestellt.

Allein im ersten Halbjahr 2018 stellten Städte, Gemeinden und kommunale Unternehmen aus der Schweiz und Deutschland etwa 380 Kreditanfragen. Eine Steigerung von 150% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

In vier Ländern aktiv

«Loanboox wird verstärkt als bevorzugte Alternative zur herkömmlichen Kreditbeschaffung angesehen und genutzt», sagt Stefan Mühlemann, Gründer und CEO des Fintech-Unternehmens, zu «Finanz und Wirtschaft».

Das durchschnittlich angefragte Kreditvolumen beträgt 10 bis 15 Mio. Fr., die grössten Transaktionen lagen bei 200 Mio. Fr. Die Laufzeiten bewegen sich zwischen wenigen Wochen und über vierzig Jahren, im Durchschnitt liegen sie bei 2,5 Jahren.

Mittlerweile sind 300 Investoren und mehr als 900 Kreditnehmer an die Loanboox-Plattform angeschlossen. Seit kurzem ist das Unternehmen auch in Österreich und Frankreich aktiv, zuvor war es bereits in den deutschen Markt eingetreten.

Loanboox, die dieses Jahr mit dem Swiss FinTech Award ausgezeichnet wurde, bietet seit diesem Sommer ihren Nutzern die Möglichkeit, auch Anleihen über die Plattform zu emittieren. Eine Woche später zog das etablierte Finanzhaus Vontobel mit einem ähnlichen Angebot nach.

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