Märkte / Makro

Russlands Fundament bekommt Risse

Rezessionsgefahr und strukturelle Wachstumsprobleme trüben den Ausblick.

Ohne Hilfe vom Ausland ist die Zahlungsunfähigkeit der Ukraine nur noch eine Frage der Zeit. Mit einem Bruttoinlandprodukt von umgerechnet 176 Mrd. $ ist sie aber ein ökonomisches Leichtgewicht, und die 17 Mrd.$ Fremdwährungsschulden stellen für den Anleihenmarkt keine Gefahr dar.

Da fällt das ebenfalls von einer Krise heimgesuchte Venezuela mit ausstehenden Fremdwährungsanleihen im Umfang von rund 60 Mrd. $ schon mehr ins Gewicht. Gemessen an den Renditeaufschlägen ist das Risiko eines Zahlungsausfalls in Venezuela zudem noch grösser als in der Ukraine.

Die Spannungen um die Halbinsel Krim werfen aber noch eine andere Frage auf: Kann sich Russland den Konfrontationskurs überhaupt leisten? Es ist noch nicht allzu lange her, da war Russland selbst zahlungsunfähig. Seit 1998 hat sich einiges getan, die Einnahmen durch die Rohstoffexporte haben die Staatskasse zuverlässig gefüllt und die Devisenreserven steigen lassen. Doch wie solid ist das Fundament wirklich. Ist Russland vielleicht  selbst ein Wackelkandidat?

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