Unternehmen / Ausland

RWE könnte weitere Innogy-Anteile verkaufen

Der Energiekonzern könnte nach einem Beschluss des Aufsichtsrats Anteile bis zu einer Restbeteiligung von 51% veräussern. Axpo und Alpiq haben ähnliche Pläne.

(Reuters/CC) Der Energiekonzern RWE hält sich die Möglichkeit eines weiteren Verkaufs von Anteilen an seiner Ökostromtochter Innogy offen. Der Versorger könne nach einem Beschluss des Aufsichtsrats von 2015 Anteile bis zu einer Restbeteiligung von 51% veräussern, erklärte das Unternehmen am Dienstag. «Darüber hinaus gibt es keine weitere dieses Thema betreffende Beschlusslage.» Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass der französische Versorger Engie eine Übernahme von Innogy erwäge. Engie, Innogy und RWE wollten dies nicht kommentieren.

RWE hatte im Oktober Innogy an die Börse gebracht und hält noch knapp 77% der Anteile. An der Börse ist die Tochter, zu deren Geschäften die Produktion von Ökostrom, der Betrieb von Strom- und Gasnetzen und der Vertrieb gehören, 18,6 Mrd. € wert. Engie kommt auf 30,7 Mrd. €. Die Aktien von RWE und Innogy legten vorbörslich um mehr als 2% zu. Ein Zukauf würde in die Strategie von Engie passen, das Geschäft mit erneuerbarer Energie, Netzen und Vertrieb auszubauen, schrieben die Experten von Bernstein. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?