Unternehmen / Immobilien

Sandeep Mathrani: Der bescheidene Turnaround-Künstler

Der Immobilienmanager führt den US-Bürovermieter WeWork als CEO an die Börse. Und verpasst ihm ein neues Image.

Sandeep Mathrani ist nicht zu beneiden. Vor einem Jahr hat der Immobilienmanager den CEO-Posten des US-Bürovermieters WeWork übernommen. Und sich damit eine Herkulesaufgabe aufgehalst. Einst ein Vorzeigeeinhorn der Tech-Szene platzte der WeWork-Traum 2019 jäh, als unter Investoren Skepsis an der exorbitanten Bewertung des Unternehmens und am Gründer und damaligen CEO Adam Neumann aufkam. Neumann musste gehen, der geplante Börsengang wurde abgesagt, die Kreditwürdigkeit von WeWork in den Ramschbereich herabgestuft, und Grossaktionär SoftBank musste über 10 Mrd. $ zur Rettung einschiessen.

Nun plant WeWork mit Mathrani an der Spitze den nächsten Anlauf. Wie das Unternehmen am Freitag verkündete, fusioniert es mit dem Spac (Special Purpose Akquise Company) BowX Acquisition, um auf diesem Weg an die Börse zu gelangen. Der Deal bewertet WeWork mit 9 Mrd. $. Ein Schnäppchen im Vergleich zur einstigen Bewertung von 47 Mrd. $. Aber auch ein Zeichen von Realitätssinn, der mit Mathrani Einzug gehalten hat. Superlativen, wie sie zu Neumanns Zeiten üblich waren, sind mit dem gebürtigen Inder als CEO weniger geworden. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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