Unternehmen / Ausland

Sanjeev Gupta: Umstrittener Retter der Schwerindustrie

Schon im Studentenwohnheim in Cambridge machte er millionenschwere Geschäfte. Nun will seine Liberty Steel die Stahlsparte von ThyssenKrupp kaufen. 

Über 3000 Arbeiter haben in Nordrhein-Westfalen am Freitag gegen seine Pläne protestiert. Der im indischen Punjab geborene Sanjeev Gupta will die defizitäre Stahlsparte von ThyssenKrupp kaufen. Das Kaufangebot ist vorläufig, die Summe wurde nicht genannt. Die Angst der Gewerkschaften: Nach der Übernahme durch Guptas Liberty Steel kommt die Entlassungswelle. Der 49-Jährige widerspricht mit dem Argument, dass die Werke nach der Akquisition stärker ausgelastet sein werden.

Auch mit der Ökologie will er überzeugen: Die Stahlbranche müsse CO2-neutral arbeiten – «gemeinsam mit ThyssenKrupp können wir das deutlich besser und früher erreichen», sagte er in einem Interview mit der «Rheinischen Post». Schon am Davoser Weltwirtschaftsforum im Januar verkündete er: «Bis 2030 wird unsere Stahl- und Aluminiumproduktion CO2-neutral sein.» Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?