Unternehmen / Gesundheit

Santhera gelingt ein Befreiungsschlag

Analyse | Das Biotech-Unternehmen sichert mit der Veräusserung einer Lizenz die Finanzierung bis Mitte des nächsten Jahres.

Für bis zu 105 Mio. Fr. (93 Mio. €) veräussert die auf seltene Krankheiten spezialisierte Santhera ihre Rechte am Medikament Raxone. Die Chiesi Farmaceutici aus dem italienischen Parma wird den Wirkstoff, der als Erster zur Behandlung der erblichen Augenkrankheit Lebersche hereditäre Optikusneuropathie (LHON) zugelassen ist, weltweit verkaufen. Ausgenommen sind derzeit die USA und Kanada, wo noch keine Zulassung vorliegt.

Es dürfte im Interesse Santheras liegen, auch diese Rechte zu verkaufen. Chiesi war daran nicht interessiert. Der Abschluss des Geschäfts wird für das dritte Quartal erwartet. Dann ist eine Zahlung von 50 Mio. Fr.  (44 Mio. €) fällig. Das Unternehmen musste sich in den vergangenen Monaten von einer Zwischenfinanzierung zur anderen hangeln und wird weitere Mittel benötigen. Erst im April hat Santhera mit einer Aktienplatzierung 7,1 Mio. Fr. eingenommen und einen syndizierten, auf neun Monate beschränkten Kredit über maximal 15 Mio. Fr. aufgenommen.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare