Unternehmen / Gesundheit

Santhera verbucht Lizenz-Erfolg

Das Biotech-Unternehmen schliesst für den Grossraum China das Lizenzabkommen für Vamorolone gegen Muskeldystrophie ab.

(AWP) Das Biotechunternehmen Santhera hat mit dem chinesischen Unternehmen Sperogenix ein Lizenzabkommen für das Medikament Vamorolone im Grossraum China abgeschlossen. Das Abkommen im Gesamtwert von 124 Mio. sieht eine Barvorauszahlung in zweistelliger Millionenhöhe sowie an den US-Zulassungsantrag gebundene Meilensteine von 20 Mio. $ vor.

Unter der Vereinbarung erhalte Sperogenix Exklusivrechte für die Entwicklung und Vermarktung von Vamorolone zur Behandlung von Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) und anderen seltenen Erkrankungen, teilte Santhera am Dienstag mit. Diese gelten für den Grossraum China – also für Festlandchina, Hongkong, Macao und Taiwan. Santhera werde weiterhin für die Herstellung und Lieferung verantwortlich sein.

Sperogenix plane, nach der Zulassung durch die US-amerikanische FDA einen Zulassungsantrag für Vamorolone zur Behandlung von DMD in China einzureichen, heisst es weiter. Das könne zu einem Markteintritt in China im Jahr 2024 führen. Aufgrund der grossen Patientenbasis und des hohen ungedeckten medizinischen Bedarfs böten sich in China bedeutende Chancen im Gesundheitsbereich.

Weitere Kooperationen gesucht

In den USA und Europa konzentriere sich Santhera dagegen weiterhin darauf, Vamorolone für Patienten in den USA und Europa über die eigene Organisation verfügbar zu machen. Gleichzeitig strebe man Kooperationen ausserhalb dieser Regionen für DMD sowie für weitere Indikationen weltweit an.

Das Unternehmen will in den USA weiterhin im ersten Quartal 2022 einen schrittweisen NDA-Zulassungsantrag für Vamorolone bei DMD einreichen. Damit solle der Weg für eine erste Markteinführung bereits Anfang 2023 in den USA geebnet werden. Gefolgt werden soll dieser von einem europäischen Zulassungsgesuch im zweiten Quartal 2022.

Santhera schätzt das Spitzenumsatzpotenzial für Vamorolone in der Indikation DMD wie bereits früher mitgeteilt auf über 500 Mio. in den USA und den fünf grössten europäischen Ländern zusammen.