Unternehmen / Gesundheit

Santhera steckt weiter in Finanzierungsengpass

Das Unternehmen verfüge laut Mitteilung vom Donnerstag über einen begrenzten Liquiditätsspielraum, der aktuell bis zum dritten Quartal 2021 reiche.

(AWP) Beim Biopharmaunternehmen Santhera (SANN 1.34 +1.36%) sind die Zahlen zum Geschäftsjahr 2020 eher Nebensache. Nachdem das Unternehmen zuletzt mit Finanzierungsengpässen gekämpft hat, steht nun vor allem der Ausblick im Fokus.

Hier sagt das Unternehmen laut Mitteilung vom Donnerstag voraus, dass es über einen begrenzten Liquiditätsspielraum verfüge, der aktuell bis zum dritten Quartal 2021 reiche. Damit blieben wesentliche Unsicherheiten hinsichtlich der Fähigkeit zur Fortführung des Unternehmens bis zum 31. Dezember 2021 bestehen.

Ausserdem dürften die derzeit laufenden Entwicklungsaktivitäten und die Zunahme der Vorkommerzialisierungsaktivitäten in Bezug auf Vamorolone vor allem in der zweiten Jahreshälfte erhebliche zusätzliche Finanzmittel erfordern. «Die Umsetzung der Strategie des Unternehmens hängt von der Beschaffung weiterer Finanzmittel ab, um die Fortführung der Geschäftstätigkeit bis zum 31. Dezember 2021 sicherzustellen», heisst es in der Mitteilung

Per 27. April 2021 verfügte Santhera über liquide Mittel in Höhe von 11,7 Mio. Fr. Vorbehältlich der Erfüllung bestimmter Vorbedingungen, stehen laut Mitteilung zusätzlich 6 Mio. Fr. für einen Bezug im Rahmen der Highbridge-Vereinbarungen zur Verfügung.

Die eigentlichen Geschäftszahlen sind nur wenig überraschend, nachdem das Unternehmen vorläufige Eckdaten bereits im Februar mitgeteilt hatte. Der Nettoumsatz liegt demnach bei 15 Mio. Fr. nach 27,9 Mio. im Vorjahr. Den Nettoverlust beziffert die Gesellschaft auf 67,7 Mio nach einem Minus von 19,0 Mio. 2019.

Dass sich der Verlust so deutlich erhöht hat, liegt laut Santhera an der Auslizenzierung von Raxone. Dies habe zu einer Umsatzminderung um 60,4 Mio. Fr. geführt, die aber nur teilweise durch Kostensenkungen ausgeglichen wurde.

Mit Blick auf die Pipeline stellt Vamorolone den wichtigsten Kandidaten im Portfolio dar. Er wird an Patienten mit Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) getestet. Durchgeführt wird die Studie vom Partner ReveraGen Biopharma. «Vorbehältlich positiver Resultate im Q2-2021 werden wir die Einreichung eines Zulassungsantrags (NDA) bei der US-FDA vorantreiben und die Vorbereitungen für den Markteintritt intensivieren», wird Santhera-CEO Dario Eklund in der Mitteilung zitiert.

Die komplette Historie zu Santhera finden Sie hier.»