Märkte / Immobilien

Saron-Hypotheken sind bereits die Regel

Abschied vom Interbankensatz Libor am Schweizer Hypothekarmarkt. Die meisten Kunden haben schon in die Nachfolgeprodukte gewechselt.

Am 1. Januar ist endgültig Schluss für den Libor. Der weltweit wichtigste Zins – Berechnungsgrundlage für Kredite, Derivate und Swapgeschäfte – wird dann durch neue, marktbasierte Zinsnachfolger ersetzt. Die grosse Schwäche des bisherigen Interbankensatzes war, dass er durch Umfragen bei Banken eingeholt wurde und nicht auf tatsächlichen Markttransaktionen basierte. Das nützten einige für Betrügereien aus, was 2012 publik wurde und die zuständige Aufsicht später dazu bewog, den Traditionssatz ab 2022 nicht mehr länger zu unterstützen.

Die Chronik des angekündigten Todes begann also mit einem Paukenschlag. Die Ungewissheit war gross, wie die Mega-Umstellung zu bewerkstelligen sei. Das galt auch für den Schweizer Hypothekarmarkt, wo der Libor als Referenzzins für Geldmarkthypotheken seit je stark gefragt war. Mancher Akteur bezweifelte gar, ob es ohne Libor überhaupt weitergehen würde. Indes läuft die Umstellung seit Monaten so sanft und reibungslos wie ein Uhrwerk.

«Die allermeisten Kunden sind umgestiegen»

Vergangenes Jahr begannen in der Schweiz die ersten Banken damit, Geldmarkthypotheken zu lancieren, die auf dem Libor-Nachfolger Saron basieren. Zu ihnen zählt Raiffeisen Schweiz, Marktführer in Sachen Libor-Hypotheken. «Allein schon wegen des grossen Volumens ausstehender Geldmarkthypotheken wollten wir die Umstellung auf den neuen Referenzzins früh einleiten», sagt Philipp Ackermann, Leiter Treasury und Verantwortlicher für den Übergang vom Libor zu Saron. Die Resonanz bei den Kunden sei durchweg positiv ausgefallen.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?

Leser-Kommentare