Unternehmen / Ausland

Saudi Aramco saniert den Staatshaushalt

Die Coronapandemie und der Krieg in der Ukraine spülen dem saudischen Ölkonzern viel Geld in die Kassen. Die Förderkapazität soll ausgebaut werden.

Steigende Öl- und Gaspreise sind gut für alle, die Öl und Gas produzieren. Fallen dann noch Konkurrenten aus, wie zurzeit die russischen Anbieter, deren Öl niemand kaufen will und deren pipelinegebundene Gaslieferungen von Sanktionen eingeschränkt werden könnten, gibt es kein Halten mehr (vgl. Text unten). Preise, Umsatz und Gewinn steigen und steigen.

Saudi Aramco gehört zu den grössten Öl- und Gaskonzernen der Welt. 2021 lag sie gemessen am Umsatz mit 401 Mrd. $ auf Platz zwei der Weltrangliste. Platz eins und drei erreichten chinesische Unternehmen: Sinopec (432 Mrd. $) und Petrochina (377 Mrd. $).

Konstante Fördermenge

Saudi Aramcos Umsatzwachstum von 74% gegenüber dem pandemiebedingt schwachen Vorjahr ist nicht der gestiegenen Fördermenge geschuldet. Sie blieb mit durchschnittlich 9,2 Mio. Barrel pro Tag (mbpd) gegenüber 2020 konstant, da sich das Unternehmen an die Vorgaben der Opec hält. Wegen der im Laufe des Jahres stark gestiegenen Nachfrage, die von der weltweiten Erholung der Wirtschaft ausgelöst wurde, stiegen die Preise, die Aramco am Markt erzielen konnte, von durchschnittlich 40.60 $ pro Barrel im Jahr 2020 auf 70.50 $ pro Barrel.

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