Unternehmen / Industrie

S+B steht vor ungeahnter Hürde

Grossaktionär Martin Haefner sagt, warum er die Kontrolle will, doch die Übernahmekommission gibt keinen Freipass.

Der Satz geht unter die Haut, doch Martin Haefner, Grossaktionär und Verwaltungsrat des Stahlproduzenten Schmolz + Bickenbach sagt ihn im Gespräch nüchtern und ohne Pathos: «Eine Ablehnung der Kapitalerhöhung an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 2. Dezember wäre gleichbedeutend mit einem Gang zum Konkursrichter am nächsten Tag.»

Schmolz + Bickenbach (S+B) steckt in einer existenziellen Krise. Das Geschäft darbt, die Finanzlage ist desaströs, die Bedingungen der kreditgebenden Banken (Covenants) sind gebrochen. Das Eigenkapital ist nach hohen Wertberichtigungen per Ende September auf 11% der Bilanzsumme gesunken. Die Nettoverschuldung türmt sich auf gut das Elffache des annualisierten Ebitda (Betriebsgewinns vor Abschreibungen und Amortisation). Schon ein Fünftel dessen gilt für zyklischen Unternehmen als grenzwertig.

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