Meinungen

Schade ums Geld

In liquiden Märkten ist aktives Fondsmanagement keine hohen Gebühren wert. Ein Kommentar von FuW-Redaktor Alexander Trentin.

«Konsistent den Markt zu schlagen und damit die Gebühren hereinzuholen ist sehr schwierig.»

Noch unentdeckte Perlen im US-Aktienmarkt zu finden, ist äusserst schwierig. Das ist ein Problem für die Fondsindustrie. Kein Wunder haben dort die Gebühren für aktives Portfoliomanagement in der Vergangenheit in den allermeisten Fällen nichts gebracht. Hunderte Milliarden Dollar haben Investoren bezahlt, ohne dafür mehr Rendite zu bekommen.

Dabei wissen viele Fondsmanager, was sie tun, und können Ineffizienzen am Markt ausnutzen. Doch das konsistent zu tun und so die hohen Gebühren, die Fonds für Privatinvestoren kosten, hereinzuholen, ist bei entwickelten Anlageklassen sehr schwierig. Deutlich sinnvoller waren Fondsgebühren eingesetzt, wenn man in Anlagen investieren wollte, die mit einem Indexprodukt nur schlecht abzubilden sind. So ist in manchen Märkten nur wenig Liquidität vorhanden, etwa bei Anleihen. Oder die Regulierung macht den Marktzugang schwierig, beispielsweise in manchen Schwellenländern.