Unternehmen / Industrie

Schaffner setzt auf Dividende

Analyse | Die Wachstumsaussichten sind für den Hersteller von Elektrokomponenten limitiert.

Bis auf die Ausschüttung an die Aktionäre enthielt die Mitteilung zu den Jahreszahlen wenig Überraschendes. Nach 2 Fr. je Titel im Vorjahr sollen die Anteilseigner für das per Ende September abgeschlossene Geschäftsjahr 9 Fr. bekommen – so viel wie noch nie, seit Schaffner kotiert ist. Die Ausschüttung soll zur Hälfte verrechnungssteuerfrei aus den Kapitaleinlagereserven geleistet werden und zur anderen Hälfte als ordentliche Dividende.

Nachdem Schaffner Anfang November mitgeteilt hatte, dass die Ebit-Marge über 10% liege und der Umsatz über 170 Mio. Fr., waren die Ebit-Marge von 10,6% und der Umsatz von 172,5 Mio. Fr. keine Überraschung mehr. Unter dem Strich blieben 2,3 Mio. Fr. Verlust, weil Schaffner im Zuge des Verkaufs der Sparte Power Magnetics 14,9 Mio. Fr. Goodwill als Aufwand verbuchen musste (Stichwort Goodwill-Recycling).

Wachstumsaussichten begrenzt

Mit dem fortgeführten Geschäft erzielt das Unternehmen mit Sitz in Solothurn noch knapp 150 Mio. Fr. Umsatz. Es will sich künftig auf Filter für die elektromagnetische Verträglichkeit konzentrieren. Dieser Markt ist klein und wächst offenbar auch nicht stark; genaue Marktzahlen seien nicht erhältlich, sagte CEO Marc Aeschlimann an der Analysten- und Medienkonferenz. Schaffner gehe gemäss eigener Berechnung von 3 bis 4% Wachstum aus. Das Unternehmen selbst will jährlich mindestens 5% zulegen und die Marge bei 10 bis 12% halten.

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Leser-Kommentare

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Marcel Tschümperlin Tschümperlin 07.12.2021 - 16:30

Ein KGV von 25 würde einem Reingewinn von ca. 8 Mio. CHF entsprechen. Das Management geht jedoch fürs laufende Geschäftsjahr von einem EBIT von mindestens 15.5 Mio. CHF aus. Zudem ist die Gesellschaft schuldenfrei. Ich denke, die Gewinnschätzung müsste überprüft werden.