Unternehmen / Ausland

Schicksal von HNA in der Schwebe

Dem Mischkonzern bleibt wohl nur die Verstaatlichung. Unklar ist, was mit den Schweizer Töchtern passiert.

Der lange und qualvolle Niedergang des chinesischen Konglomerats HNA Group tritt wahrscheinlich in die letzte Phase. Das sich weiter ausbreitende Coronavirus dürfte den Prozess beschleunigen: In den vergangenen Wochen ist der Umsatz des HNA-Kerngeschäfts – der Luftfahrt – wegen der von Peking verhängten Quarantänemassnahmen förmlich eingebrochen. Wie unter anderem das der regierenden Kommunistischen Partei gehörende englischsprachige Online-Portal «Global Times» Mitte Woche berichtet hat, steht der hoch verschuldete Konzern kurz vor der Verstaatlichung durch die Provinz Hainan.

Dabei war der aus der 1993 gegründeten regionalen Fluggesellschaft Hainan Airlines entstandene Mischkonzern schon vor der Epidemie nicht mehr überlebensfähig. Allein der im ersten Semester 2019 eingefahrene Verlust belief  sich auf 3,5 Mrd. $. Laut «Global Times» sind bis Ende Jahr kurzfristige Verpflichtungen in Höhe von 95 Mrd. $ fällig. Das Überleben verdankt der politisch verankerte Konzern nur den von Staatsbanken erteilten Notkrediten in Höhe von 3 Mrd. $. Entsandte des Finanzministeriums greifen längst direkt in das Tagesgeschäft ein.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare