Unternehmen / Industrie

Schindler glänzt und warnt

Analyse | Der Fahrtreppen- und Lifthersteller macht den Pandemie-Einschnitt wett. Er erwartet höhere Belastungen im zweiten Halbjahr.

 

Schindler ist’s im ersten Semester gut gelaufen. Der Umsatz des Lift- und Fahrtreppenbauers stieg zur Vorjahresperiode 10,4% auf 5475 Mio. Fr. und übertraf damit auch das Niveau von vor der Pandemie leicht. Auch die bereinigte Betriebsgewinnmarge übersteigt mit 11,7% das Vor-Pandemie-Niveau. Im ersten Semester 2019 hatte die Marge 11,3% betragen. Der Auftragseingang reichte mit 6043 Mio. Fr. (+12,8%) fast an das Niveau von vor zwei Jahren heran.

Insgesamt zeigt Schindler damit eine stetige Entwicklung. Die Erholung vom Pandemie-Einschnitt, der im zweiten Quartal 2020 am ausgeprägtesten war, schreitet wie erwartet voran. Auch Konkurrent Kone hat gut gearbeitet und mit 12,1% im ersten Halbjahr noch eine leicht höhere Betriebsgewinnmarge als Schindler erreicht. Dafür war Schindlers Auftragszuwachs höher.

Rohmaterial verteuert sich

An der Börse reagierten die Valoren von Schindler im frühen freitäglichen Handel mit Abgaben, vielleicht weil die Prognose für das Gesamtjahr unangetastet bleibt. Das Unternehmen rechnet weiter mit einem Umsatzwachstum von 4 bis 7% in Lokalwährungen. Darin kommt die deutlich höhere Umsatzbasis im zweiten Halbjahr 2020 zum Tragen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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