Schindler: «Zu Kartellstreit käme ein harter Preiskrieg»

Alfred N. Schindler, Verwaltungsrat des Liftherstellers, hält eine Fusion mit ThyssenKrupp Elevator für zu riskant.

Arno Schmocker und Manfred Rösch

Alfred N. Schindler, nach wie vor Mitglied des Verwaltungsrats des gleichnamigen Aufzugs- und Fahrtreppenherstellers und unternehmerisch aktiv, gibt äusserst selten Interviews. «Liefern, nicht lafern», war stets seine Devise. Nun aber gibt es tektonische Verschiebungen in der Branche, besonders mit dem geplanten Verkauf des ähnlich grossen deutschen Konkurrenten ThyssenKrupp Elevator – für Alfred N. Schindler der Moment, an die Öffentlichkeit zu treten und Klartext zu reden.

Herr Schindler, ThyssenKrupp Elevator steht zum Verkauf. Der finnische Konkurrent Kone und Private-Equity-Häuser bekunden Interesse. Otis, die bald eigenständig werdende Tochter von United Technologies, winkt fürs Erste ab. Warum melden Sie sich nun zu Wort?
Meine zweijährige mediale «Cooling-off-Periode», die ich nach meinem Rückzug von der Konzernspitze im Sommer 2017 angetreten hatte, ist nun zu Ende. Wir erleben hier und heute aufzugsunternehmerische Weltgeschichte. So etwas hat es in dieser stark konzentrierten Industrie noch nie gegeben. Dazu kann und will ich nicht schweigen. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?