Unternehmen / Technologie

Schub für die Digitalisierung in Krisenzeiten

Die Pandemie hat das Verhalten vieler über Nacht verändert. Einige Unternehmen profitieren davon, dass auch künftig nichts mehr sein wird wie früher.

So sehen Sieger aus: 208% haben die Aktien von Zoom seit Anfang Jahr gewonnen. Der Anbieter von supersimplen Videokonferenzen hat vergangene Woche gute Quartalszahlen und einen betörenden Ausblick vorgelegt. Während der Pandemie haben viele von zu Hause gearbeitet. Zukünftig soll das zumindest zum Teil so bleiben, erwartet das Zoom-Management. Das junge Tech-Unternehmen ist nicht das einzige, das auf ein verändertes Verhalten nach der Coronakrise hofft. Einige dürften profitieren.

Wäre das Virus in den Neunzigern ausgebrochen, hätten vom öffentlichen Stillstand und von der Arbeit zu Hause wohl vor allem Chip-, PC- und Serverhersteller profitiert. Damals fand die digitale Arbeit noch auf Rechnern statt, die überwiegend im Büro oder im Rechenzentrum standen. Dieses Mal ist es anders. Die Berater von McKinsey erwarten, dass der Halbleitermarkt bis zu 15% schrumpfen wird. Vor allem Chips für drahtlose Kommunikation, also solche für Smartphones, und für den Automobilbereich sind derzeit weniger gefragt. Der Markt für PC und Server wird übers Jahr gesehen wohl stagnieren. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?