Märkte / Makro

Schuldenboom erschwert Zinswende

Die rekordniedrigen Zinsen haben den globalen Schuldenaufbau angefacht. Ein Weg, die Kreditnehmer zu entlasten, führt über die Finanzrepression.

Kreditnehmer erleben goldene Zeiten. Das Leben auf Pump ist dank der rekordniedrigen Zinsen verlockend wie nie – und ein Blick auf den weltweiten Schuldenberg beweist, dass Regierungen, Unternehmen und Privathaushalte der Versuchung des billigen Geldes nicht widerstehen können. Ihre globalen Verpflichtungen sind mittlerweile auf 233 Bio. $ angeschwollen, berechnet der Bankenverband Institute of International Finance (IIF). Damit hat sich das Schuldenvolumen innerhalb von zwei Jahrzehnten mehr als verdreifacht und erreicht einen Rekordwert.

Unter diesen Voraussetzungen sind steigende Zinsen ein Risiko: Müssen die Kredite refinanziert werden, drohen die höheren Kosten insbesondere Schuldner minderwertiger Bonität in Bedrängnis zu bringen. «Die Notenbanken haben ein Interesse daran, dass die Zinsen langsamer steigen als die Inflation», erklärt Peter E. Huber vom deutschen Vermögensverwalter StarCapital. Dieser Kniff, der auch als finanzielle Repression bezeichnet wird, eröffnet einen subtilen Weg aus der Schuldenfalle. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?