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Schwache Marktlage belastet VAT

Der Vakuumventilhersteller verlängert die Kurzarbeit. Betroffen sind 400 Mitarbeiter.

(AWP) Der Vakuumventilhersteller VAT verlängert die Kurzarbeit für rund 400 Mitarbeitende in der Produktion im st. gallischen Haag. Das entsprechende Gesuch wurde vom Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons St. Gallen für die Periode vom 1. Januar 2019 bis zum 31. März 2019 bewilligt, wie VAT am Mittwoch mitteilte. Das Unternehmen begründet den Schritt mit der anhaltend schwachen Marktlage in seinen Absatzmärkten, vor allem bei Produktionsanlagen für die Halbleiterindustrie.

VAT hatte die Kurzarbeit in Haag per 15. Oktober 2018 vorerst bis Ende des Jahres eingeführt. Das Unternehmen sieht sich derzeit mit einer «Marktkorrektur infolge signifikanter Kapazitätsausweitungen bei den Halbleiterherstellern im Jahr 2017 und zu Beginn des Jahres 2018» konfrontiert. Nicht betroffen von der Kurzarbeit ist das Geschäft für Membranbälge der Comvat.

Anhaltendes Wachstum erwarte VAT bei den «General Vacuum»-Aktivitäten sowie im Service-Geschäft, während diverse grössere Fabrikerweiterungen in der Halbleiter- und Displayindustrie auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden seien, hiess es in der Mitteilung. Dennoch würden die fundamentalen Wachstumstreiber für das VAT-Geschäft wie die Digitalisierung, das Internet der Dinge, selbstfahrende Fahrzeuge und weiteres bestehen bleiben und VAT «in Zukunft wieder positivere Wachstumsimpulse geben».

Mit der Verlängerung der Kurzarbeit will VAT auch ein klares «Bekenntnis zur hochqualifizierten Belegschaft» in Erwartung sich wieder verbessender Wachstumsraten abgeben. Es sei die Ambition der VAT, die Kurzarbeit so schnell wie möglich wieder aufzuheben.

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