Märkte / Makro

Schwacher Schutz vor Eurokrise

Portugal bringt die politischen Risiken zurück ins Bewusstsein. Die Europäische Zentralbank hat sich für den Krisenfall selbst begrenzt.

Wer gedacht hat, die Eurokrise sei ausgestanden, der irrt. Letzten September hat zwar der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, die beruhigenden Worte gesprochen, man werde alles unternehmen, was nötig sei, um den Euro zu retten. Doch die Ruhe in der Eurozone seitdem ist trügerisch. Portugal zeigt: Das politische Risiko bleibt gross und der Schutz durch die EZB im Ernstfall sehr schwach. In Südeuropa bleiben soziale Spannungen eine grosse Gefahr.

Am Anleihenmarkt schossen für portugiesische Bonds die Renditen panikartig nach oben: Die lange nicht mehr gesehene Flucht in den sicheren Hafen der deutschen Bundesanleihen war wieder zu beobachten. Am Mittwoch kletterten die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen Portugals um einen Prozentpunkt (Pp) auf über 8%. Dagegen sanken die Renditen der Bunds um 0,1 Pp auf unter 1,7%. Dabei ist Portugal finanziell bis zum nächsten Jahr abgesichert, falls es nicht vom schmerzvollen Sparkurs abweicht.

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