Märkte / Derivate

Schweine-Futures im Schweinezyklus

Die Regierung in Peking versucht, angesichts der Schweinepest das Angebot zu steuern. Doch die Marktkräfte sind stärker.

Ein mustergültiger Schweinezyklus ereignet sich gerade in China – mit Schweinefleisch. Der Grosshandelspreis erreichte Mitte Januar ein Höchst, weil die seit 2018 grassierende Schweinepest an mehreren Orten mit neuen Virusvarianten aufwallte. Auch Anleger am Terminmarkt rechneten damit, dass das Angebot abnehmen wird, worauf der Futures an der Dalian Commodity Exchange bis Ende Februar avancierte.

Dann stürzten die Preise ab. Wegen der Pest verboten die Behörden in einigen Provinzen den Transport von lebenden Schweinen. Panikverkäufe folgten, Züchter schlachteten massenhaft Tiere. Die Bauern wollten das Fleisch möglichst rasch verkaufen, bevor der Preis allenfalls weiter fallen oder ein Verkauf behördlich erschwert sein würde. Das Angebot weitete sich schnell aus.

Behörden wollen Angebot steuern

Ein Überangebot wurde auch deshalb befürchtet, weil die Behörden zuvor die Landwirte dazu angehalten hatten, mehr Schweine zu züchten. Teilweise mästeten die Bauern die Tiere, bis sie nicht wie üblich 200 kg wogen, sondern 300 bis 400 kg. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?