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Schweiz hat viertbeste Altersvorsorge

Das Vorsorgesystem der Schweiz hat sich in der neuesten internationalen Untersuchung einen Rang auf Platz vier verbessert. Bemängelt wird die Schweiz in nur einem der bewerteten Kriterien.

Das schweizerische Vorsorgesystem hat sich im Vergleich mit der finanziellen Altersvorsorge 24 anderer Länder vom fünften auf den vierten Platz vorgearbeitet. Auf den vordersten Rängen halten sich Dänemark, die Niederlande und Australien. Hinter der Schweiz finden sich Finnland, Kanada, Chile und Grossbritannien.

Die jährliche Neuanalyse durch die Beratungsgesellschaft Mercer und das australische Centre for Financial Studies bewertet die staatliche, die berufliche und die gesetzlich privilegierte private Vorsorge. In dieser Gesamtschau fällt die schweizerische Altersvorsorge auf mit der höchsten Sparquote aller untersuchten Länder.

Zunehmende Rentenbezugsdauer belastet

Punktabzüge gab es, weil das Pensionierungsalter auf 65 Jahre fixiert bleibt und deshalb die Rentenbezugsdauer wegen des Trends des steigenden Lebensalters zunimmt. Das Vorsorgesystem würde mit einer schrittweisen Erhöhung des Pensionierungsalters robuster, schreiben die Mercer-Berater. Als vorbildlich in dieser Hinsicht werden Kanada und die Niederlande genannt, die beide planen, das Rentenalter in den nächsten Jahren auf 67 zu heben.

Für die Rangierung werden die Kriterien Leistungen, Finanzierung und Rahmenbedingungen bewertet und in einem Index abgebildet. Die Schweiz und das ranggleiche Schweden liegen mit der Gesamtnote von 74,2 nur wenig hinter den 81,7 Indexpunkten des Spitzenreiters Dänemark. Deutschland kommt auf 62 Indexzähler und steht auf dem zwölften Platz. Die USA sind Vierzehnte.

Reserven der Pensionskassen sind geschmolzen

Den Pensionskassen empfehlen die Mercer-Berater, das Risikomanagement zu verbessern. Der Deckungsgrad der Unternehmenspensionskassen ist gemäss einer Erhebung von Swisscanto in den ersten neun Monaten von durchschnittlich 113,6 auf 108,9% geschrumpft (Verhältnis von Vermögen zu Verpflichtungen). Die Verschlechterung ist darauf zurückzuführen, dass die Vermögen wegen der Aktienkorrektur per Stichtag etwa 2% an Wert eingebüsst haben, während die Vorsorgeeinrichtungen zugleich pro rata rund 2% Zins an die Versicherten gutzuschreiben hatten.

Leser-Kommentare

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Jürgen Lahodny 20.10.2015 - 08:21

Südafrika liegt vor Österreich, naja….