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Schweiz nimmt Kryptowährungen unter die Lupe

Das Finanzdepartement prüft die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Blockchain-Technologie. Konkret geht es dabei um Initial Coin Offerings.

(Reuters) Die Schweizer Regierung nimmt Kryptowährungen unter die Lupe: Bis zum Jahresende soll eine Arbeitsgruppe die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Blockchain-Technologie prüfen, auf der diese virtuellen Währungen basieren.

Besonderes Augenmerk soll dabei den sogenannten Initial Coin Offerings (IOC) gelten, wie das beim Finanzdepartement angesiedelte Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) am Donnerstag mitteilte.

Dabei sammeln Firmen Geld bei Anlegern ein und geben statt Aktien oder Anleihen digitale Anteile (Token) aus. Diese werden dann als Kryptowährung an speziellen Börsen gehandelt.

«Ziel dieser Arbeiten sind die Erhöhung der Rechtssicherheit, die Aufrechterhaltung der Integrität des Finanzplatzes und die Sicherstellung einer technologieneutralen Regulierung», wie das SIF erklärte.

Neben dem SIF sind auch die Finanzmarktaufsicht Finma und das Justizministerium eingebunden. Die Finma hatte vergangenes Jahr Anbieter aus dem Verkehr gezogen, die Kunden über das Internet die selbst erfundene Scheinkryptowährung E-Coin angeboten haben.

Deutschland und Frankreich wollen beim G20-Gipfel im März einen gemeinsamen Vorschlag zur Regulierung von Bitcoin vorlegen. Immer mehr Länder schieben dem Handel mit Kryptowährungen inzwischen einen Riegel vor: Südkorea denkt über ein komplettes Verbot nach, China will den Handel offenbar unmöglich machen. Angesichts der ungewissen Zukunft des Handels befindet sich der Bitcoin, die bekannteste virtuelle Währung, auf einer Talfahrt.

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