Märkte / Makro

Schweiz unter Druck nach Steuerdeal

Die globalen Steuerreformpläne werden immer konkreter. «Finanz und Wirtschaft» erläutert, was sie für die Schweiz und ihre Unternehmen bedeuten.

Mara Bernath, Peter Rohner, Philippe Béguelin

Die Idee wird seit Jahren diskutiert – dass sie nun Wirklichkeit werden soll, überrascht dennoch: Eine globale Mindeststeuer für Unternehmen. Darauf haben sich die G-7-Finanzminister geeinigt. Doch auch wenn der Steuersatz nun bekannt ist, bleiben viele offene Fragen. «Finanz und Wirtschaft» versucht, sie zu beantworten.

Gilt künftig weltweit der gleiche Steuersatz auf ­Unternehmensgewinne von 15%?
Die globalen Spielregeln werden sich ändern, aber keinem Land wird vorgeschrieben, wie hoch der Steuersatz sein muss. Die Inselstaaten ohne Unternehmenssteuern könnten also weiterfahren wie bisher.

Aber mit der Reform erhielte das Ausland das Recht, die Differenz zu 15% zu besteuern, erklärt Christoph Schaltegger, Professor für politische Ökonomie an der Universität Luzern: «Das Besteuerungsrecht verschiebt sich vom Standort der Muttergesellschaft dorthin, wo sich Tochtergesellschaften befinden, oder umgekehrt.» Damit besteht für die Steueroasen kein Anreiz mehr, den Satz unter 15% zu halten. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?