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Schweizer Autozulieferer müssen sich auf harte Zeiten einstellen

Die Automobilhersteller werden laut einer Studie 2020 weltweit rund 30% weniger Fahrzeuge absetzen. Aus China kommen indes positive Signale.

(AWP) Schlechte Nachrichten für Schweizer Autozulieferer: Wegen der Corona-Pandemie dürfte der weltweite Auto-Absatz im laufenden Jahr voraussichtlich um fast 30% zurückgehen. Zu diesem Schluss kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Beratungsunternehmen Bain.

Die Automobilhersteller werden gemäss Bain 2020 weltweit statt der erwarteten 90 Mio. Personenwagen nur noch 64 Mio. verkaufen – ein Minus von 29%. Das Beratungsunternehmen stützt sich dabei auf Befragungen von Autounternehmen in China, USA und Europa ab.

Die Absatzzahlen würden bis April um bis zu zwei Drittel zurückgehen und erst ab Mai allmählich wieder steigen, hiess es.

Erste Erholungszeichen in China

Erste Erholungstendenzen macht Bain im chinesischen Automarkt aus: Dort habe der Personenwagen-Absatz seit März langsam wieder zugenommen und werde im Gesamtjahr 2020 auf etwa 19 Mio. Stück kommen. Angesichts der vor der Krise prognostizierten 26 Mio. wäre dies aber ein Rückgang um rund ein Viertel.

Deutlich stärker trifft die Corona-Rezession hingegen Europa: Dort erwartet Bain mit 11 Mio. verkauften Pkw für 2020 ein Minus von 30%. Noch heftiger trifft es Nordamerika: Dort dürfte der Aufwärtstrend für das laufende Jahr erst im Frühsommer einsetzen. Gerechnet wird mit einem Absatz von 13 Mio. Fahrzeugen, was bei ursprünglich für 2020 prognostizierten rund 20 Mio. einer Verringerung von fast einem Drittel entspräche.

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