Unternehmen / Finanz

Der Erfolg des Finanzplatzes trügt

Analyse | Zwar zeigt sich gemäss Bankenbarometer der Bankiervereinigung die Branche relativ robust. Doch lauern für die Zukunft Gefahren.

Tiefzinsumfeld, Frankenstärke, Steuerstreit, höhere Regulierungsdichte und Digitalisierung. Der Druck auf den Finanzplatz ist gross, doch zerbricht er darunter nicht. Nur ein Trend zeigt gemäss dem Bankenbarometer der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) ganz klar nach unten: Die Anzahl Banken im Land geht seit Jahrzehnten zurück. Existierten 1995 noch 413 Institute, waren es im vergangenen Jahr nur noch 275, acht weniger als 2013.

Übernahmen von kleineren Banken und der Marktaustritt vor allem von ausländischen Instituten aufgrund gestiegener regulatorischer Anforderungen seien der Grund dafür, sagt Martin Hess, Chefökonom der SBVg. Diese Entwicklung betrifft aber nicht nur die Schweiz. Seit 2005 haben beispielsweise Deutschland und Grossbritannien in ähnlichen Relationen Geldhäuser verloren, Frankreich hat gar fast die Hälfte seiner Institute eingebüsst. Thomas Sutter, Vizeleiter der SBVg, und Martin Hess warnten aber davor, darin eine «Kernschmelze» zu sehen.

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