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Schweizer Banken trotz Coronapandemie zuversichtlich

Die meisten Schweizer Banken blicken optimistisch in die Zukunft. Sie erwarten eine positive Entwicklung ihres operativen Geschäfts.

(AWP) Schweizer Banken blicken trotz anhaltend unsicheren Zeiten optimistisch in die Zukunft. Die Entwicklungen an den Finanzmärkten und des eigenen Geschäftsgangs schätzen sie laut einer Umfrage deutlich positiver ein als noch vor einem Jahr.

So erwarten fast 90% der befragten Institute für das Geschäftsjahr 2021 einen Anstieg der operativen Ergebnisse – deutlich mehr als im Vorjahr, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten «Bankenbarometer» des Beratungsunternehmens EY hervorgeht. Die meisten Banken erwarten sowohl kurzfristig als auch langfristig eine positive Entwicklung ihres operativen Geschäfts.

In der seit beinahe zwei Jahren anhaltenden Pandemie hätten die Unternehmen eine beachtliche Resilienz gezeigt und solide Ergebnisse erzielt, heisst es in einer Mitteilung. Im Schweizer Kreditgeschäft waren bislang keine wesentlichen Ausfälle zu verzeichnen, und die Banken konnten sowohl im Kommissions- als auch im Handelsgeschäft von der positiven Stimmung an den Finanzmärkten in den vergangenen Monaten profitieren.

Relativ geringe Inflation erwartet

Die befragten Banken rechnen zudem hierzulande mit einer begrenzten Inflation und einem anhaltenden Tiefzinsumfeld. Der plötzliche Anstieg der Inflation anderswo – allen voran in den USA und in der EU – beschäftigt die Finanzmärkte bereits seit einigen Monaten. Geht es nach den Schweizer Banken, dürfte die Schweiz von dieser Entwicklung auch in Zukunft verschont bleiben: Zwei Drittel der befragten Häuser gehen davon aus, dass mittel- bis langfristig nicht mit einer Teuerung von über 2% in der Schweiz zu rechnen ist.

Der «EY Bankenbarometer» basiert auf der Befragung von 90 Geschäftsleitungsmitgliedern verschiedener Banken. Auch die Schweizer Einheiten der zwei Grossbanken wurden befragt. Die Befragung wurde im November 2021 durchgeführt.