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Schweizer Aktienmarkt weitete am Dienstag Abgaben aus

Die Aktien von ABB standen nach der Ankündigung des Verkaufs eines Geschäftsbereichs etwas unter Druck.

(AWP/MB)  Der SMI (SMI 9991.42 0.26%) knüpfte am Dienstag an die Verluste vom Wochenstart an. Nach Börsenschluss befand sich nur Novartis (NOVN 85.14 -0.43%) als einziger Titel im Leitindex im positiven Bereich. Auch der SPI (SXGE 12082.59 0.17%) tendierte schwächer.

Nachdem die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten am vergangenen Freitag die Zinsfantasie gedämpft haben, bereiteten sich Investoren auf wichtige Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell morgen vor. Er wird im Rahmen seiner Anhörung vor dem US-Kongress möglicherweise weitere Hinweise auf die künftige Geldpolitik in den USA geben.

Zudem beginnt die Berichtssaison in wenigen Tagen, und auch die geopolitischen Themen wie die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben als potenzielle Bremsklötze weiter Bestand.

ABB tiefer nach Bereichsverkauf

Adecco (ADEN 57.44 2.28%) fielen besonders deutlich, nachdem Goldman Sachs (GS 209.25 1.32%) die Papiere neu mit «Sell» eingestuft und das Kursziel um ein Drittel gekappt hat. Mit den Anpassungen trage man dem Trend eines sich abschwächenden organischen Wachstums Rechnung, so die Analysten.

ABB (ABBN 19.32 2.77%) gaben ebenfalls nach. Der Industriekonzern trennt sich von seinem Geschäft mit Solarwechselrichtern. Der Bereich mit rund 800 Mitarbeitern und einem Umsatz von zuletzt 290 Mio. $ wird an den italienischen Konzern Fimer verkauft. Der Verkauf des Geschäfts wird von Analysten insgesamt zwar als strategiekonform und positiv gewürdigt, aber er führt auch zu finanziellen Belastungen.

Bei Clariant (CLN 21.4 0.66%) machte sich eine Warnung des Konkurrenten BASF bemerkbar. Die Gewinnwarnung des deutschen Chemiekonzerns habe die Furcht vieler Anleger vor einem Konjunkturabschwung zusätzlich befeuert, auch für andere Titel, hiess es.

Technologiewerte fielen zurück 

Technologiewerte gehörten am Dienstag zu den grössten Verlierern am Schweizer Aktienmarkt. Händler verwiesen auf schwache Vorgaben aus den USA und Asien. Auslöser für die Branchenschwäche waren Analystenkommentare.  Angeführt wurden die Kursverlierer von AMS (AMS 45.2 2.29%) und Logitech (LOGN 40 1.39%). Im breiten Markt gaben VAT Group (VACN 127.7 3.44%), U-Blox (UBXN 77.05 4.4%) und Kudelski (KUD 5.69 1.79%) nach.

Die Valoren von GAM (GAM 3.52 0.74%) gehörten ebenfalls zu den schwächsten Werten. Als möglicher Belastungsfaktor wurde die UBS (UBSG 11.445 2.32%) genannt. Analyst Mate Nemes geht davon aus, dass der Vermögensverwalter auch im ersten Halbjahr weiter starke Abflüsse verzeichnet haben dürfte. Weiter schreibt der Experte, dass unter dem Strich im ersten Halbjahr eine rote Null übrig bleiben dürfte. Die eigentliche Wirkung der laufenden Bemühungen, die Kosten einzusparen, dürften wohl erst im kommenden Jahr Wirkung zeigen.

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