Märkte / Aktien

Schweizer Aktienmarkt gibt nach

Nach einem verhaltenen Start weiteten sich die Abgaben am Donnerstagnachmittag aus.

(AWP) Der Schweizer Aktienmarkt präsentierte sich am Donnerstag nach einem zunächst gehaltenen Verlauf am Nachmittag schwächer. Die Sorgen über eine Ausbreitung einer Lungenkrankheit in China sorgte laut Händlern für Risikoaversion. Die Ausbreitung des Corona-Virus schüre die Angst vor wirtschaftlichen Folgeschäden, erklärten Händler. China hat alle Flüge und Züge aus der Millionenstadt Wuhan, wo das Coronavirus erstmals aufgetreten ist, gestoppt.

Wie erwartet hat die EZB bei ihrer jüngsten Sitzung die Zinsen unverändert belassen und die Überprüfung ihrer Strategie angekündigt, die letztmals vor 17 Jahren angepasst worden ist. Dabei geht es unter anderem um das Inflationsziel. Vertreter der Notenbank machten zuletzt immer wieder deutlich, dass man die negativen Wirkungen der Zinspolitik beobachten wolle.

Der SMI (SMI 11153.17 -0.01%) schloss am Donnerstag 0,74% tiefer bei 10’813,9 Punkten. Der SLI, der die 30 wichtigsten Aktien umfasst, verlor 1,02% auf 1’660,55 und der breite SPI (SXGE 13454.22 0.01%) 0,81% auf 13’104,33 Punkte.

Uhrenhersteller mit Abgaben

An der Spitze der Verlierer standen Partners Group (PGHN 963 0.52%). Gewinnmitnahmen und ein Analystenvotum sorgten für Abgabedruck. Berenberg nahm die Abdeckung mit der Einstufung «Sell» auf.

Unter Druck standen einmal mehr Swatch und Richemont (CFR 72.02 -0.28%) , die im Lichte der Ereignisse in Asien verkauft wurden. In Fernost generieren die Luxusgüterhersteller einen guten Teil ihres Geschäftes. Der Ausbruch der Lungenkrankheit betrifft aber auch die Reise- und Tourismusbranche, warnen Experten von Moody’s. Dufry (DUFN 84.06 -0.52%) büssten daher ebenfalls ein.

Aus den Depots gekippt wurden auch verschiedene Zykliker wie Sika (SIKA 194.05 3.36%), Schindler (SCHP 233.8 -0.26%), Temenos (TEMN 160.3 0.41%) und Kühne + Nagel (KNIN 157.1 -1.1%).

Auf der anderen Seite verbuchten Werte wie Sonova (SOON 257.7 0.51%) steigende Kurse. Am breiten Markt stiegen Autoneum (AUTN 119 -1.49%) nach ersten Zahlen zu 2019. Der Autozulieferer hat 2019 in einem schrumpfenden Markt den Umsatz gesteigert und damit die Prognosen der Analysten übertroffen.