Märkte / Aktien

SMI schliesst leicht tiefer

Die Roche-Genussscheine gaben am Mittwoch trotz Coronaneuigkeiten nach. Der SMI kletterte kurzzeitig auf über 10'900 Punkte.

(AWP)  Grosse Sprünge waren am Schweizer Aktienmarkt zur Wochenmitte nicht zu verzeichnen. Allerdings zog er kurzzeitig auf knapp über 10’900 Punkte an und damit auf den höchsten Stand seit dem Coronaeinbruch. Das Rekordhoch bei 11’270 Punkten vom vergangenen Februar ist wieder in Greifweite.

Der Schweizer Markt dümpelte aber ebenso vor sich hin wie die meisten Börsen in Europa. Den anhaltend hohen Coronainfektionszahlen und den damit verbundenen verschärften Restriktionen in einigen Ländern stehe auch weiterhin die Hoffnung auf neue umfangreiche Unterstützung der designierten US-Regierung um Joe Biden gegenüber. Mit Blick auf die Amtseinführung von Biden in der kommenden Woche werden nach den Gewalttaten von Trump-Anhängern weitere Unruhen befürchtet. An heutigen Mittwoch findet im Repräsentantenhaus eine Abstimmung über ein zweites Amtsenthebungsverfahren gegen Trump statt.

Roche verloren trotz Coronaneuigkeiten 

Nachdem Sika (SIKA 244.70 -2.43%) bereits am gestrigen Dienstag mit den ersten Umsatzzahlen die Berichtssaison hierzulande eröffnet hatte, meldete sich Temenos (TEMN 108.85 -3.46%) an diesem Morgen ausserplanmässig zu Wort. Der Genfer Bankensoftwarespezialist hatte mit den Angaben zum Geschäftsverlauf im vierten Quartal die Erwartungen am Markt vor allem bei der Umsatzentwicklung nicht ganz getroffen (mehr dazu hier).

Als Bremsklotz für den hiesigen Markt erwiesen sich einmal mehr die Schwergewichte Roche (ROG 316.65 +1.47%) und Novartis (NOVN 85.30 +2.13%). Die Nachricht, dass der Roche-Partner Regeneron der US-Regierung bis Mitte des Jahres weitere 1,25 Mio. Dosen seines Covid-19-Cocktails verkaufen werde, sorgte für eher zurückhaltende Kommentare (lesen Sie hier mehr).

Durchweg etwas leichter notierten die Vertreter der Finanzbranche. Zuletzt waren die Renditen von US-Staatsanleihen leicht von ihren jüngsten Höhen zurückgekommen. Renditen auf dem höchsten Stand seit März hatten der Branche in den letzten Tagen Schub verliehen. So fielen UBS (UBSG 13.47 -0.44%), Credit Suisse (CSGN 12.35 -0.48%), Zurich Insurance (ZURN 375.10 -0.82%), Swiss Re (SREN 84.50 -0.42%), Swiss Life (SLHN 432.90 -0.67%) und Partners Group (PGHN 1'047.00 +0.92%) alle leicht zurück.

Derweil hievte ein Kommentar der Credit Suisse die Papiere von Straumann (STMN 1'022.00 -1.4%) in die vordere Tabellenhälfte. Mit Alcon (ALC 62.34 +0.61%) folgte ein weiterer Vertreter aus der Gesundheitsbranche. Wie aus einer Präsentation des Augenspezialisten hervorging, können die Aktionäre für das laufende Jahr auf eine Dividende hoffen. Für 2021 ist laut Präsentation eine Ausschüttung in Höhe von 10% des Reingewinns (Core) geplant (mehr dazu hier).

Kein klarer Trend bei den Avancen

Im Fall von AMS (AMS 21.83 -0.37%) schienen die Vorgaben aus Asien für Anschlussgewinne zu sorgen. Dort waren vor allem Aktien aus der Halbleiterbranche gefragt. Aber auch die steigende Chipnachfrage der Autoindustrie habe für weiteren Auftrieb gesorgt, hiess es von Branchenexperten.

Insgesamt war die Gewinnerliste aber bunt gemischt. Neben konjunktursensiblen Werten wie Kühne + Nagel (KNIN 201.80 -2.65%) oder ABB (ABBN 26.24 -3.35%) waren auch Vertreter weniger sensibler Branchen wie Givaudan (GIVN 3'548.00 -2.79%) gefragt.

Im breiten Markt bewegten sich ebenfalls vor allem die Titel, zu denen sich Analysten zuvor geäussert hatten. Bei Zehnder (ZEHN 64.50 -5.01%), Cembra (CMBN 101.80 -1.74%) und SoftwareOne (SWON 27.75 -2.63%) wurde jeweils das Kursziel erhöht. Dagegen fielen Interroll (INRN 2'545.00 -0.78%), Rieter (RIEN 100.60 -0.59%) und Meyer Burger (MBTN 0.37 -3.07%) zurück, nachdem Analysten die weiteren Wachstumschancen hinterfragt hatten.

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