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Märkte / Aktien

SMI schliesst mit Abgaben

Der Schweizer Börse fehlten die Impulse. Alles schaut auf das Fed. Leonteq und Rieter zogen kräftig an, während Geberit und Galenica deutlich nachgaben.

Der ruhige Handel an der Schweizer Börse setzte sich heute fort. Zurückhaltung war die Tugend der Anleger einen Tag vor dem Zinsentscheid des Fed in den USA sowie den Parlamentswahlen in den Niederlanden. Der SMI (SMI 8898.23 -0.45%) schaffte am Vormittag den Sprung ins Plus, wo er sich allerdings nur kurz halten konnte. Seit dem Mittag fiel der Leitindex deutlicher ab.

Auffallend waren Geberit (GEBN 447.8 -0.73%) mit einem deutlichen Kursverlust von 2,6%. Der Sanitärtechnikkonzern hatte für 2016 starke Zahlen präsentiert. (Lesen Sie hier mehr.)

Auch LafargeHolcim (LHN 57.15 1.33%), die Versicherungen Swiss Life (SLHN 338 0.12%) und Swiss Re (SREN 90.45 -0.28%) sowie die Banken UBS (UBSG 16.99 1.92%), Credit Suisse (CSGN 14.45 1.47%) und Julius Bär (BAER 52.1 4.47%) gaben ab.

Novartis (NOVN 79.55 -0.93%) konnten nicht von der Nachricht profitieren, dass der Pharmagigant für das Krebsmedikament Kisqali die Zulassung von der US-Gesundheitsbehörde FDA erhalten hatte. (Lesen Sie hier mehr.)

Nennenswerte Gewinner brachte der Leitindex keine hervor. Einzig Nestlé (NESN 81.85 -0.91%) und Swatch Group (UHR 366 -1.37%) verbuchten Mini-Avancen.

Galenica präzisierte IPO

Galenica (GALE 44.5 -0.11%) terminierte heute den Börsengang von Santé auf das zweite Quartal 2017. Zudem hatte das Unternehmen Einbussen beim Gewinn hinnehmen müssen, was die Aktien unter Druck setzte. (Lesen Sie hier mehr.)

Die Valoren von Leonteq (LEON 58.25 1.84%) entfernten sich zusehends von ihrem Tief. Nach einer Pause mit einer Abwärtsbewegung gestern geht es auch heute wieder stark nach oben.

Rieter im Hoch

Der Winterthurer Industriekonzern Rieter (RIEN 223.9 1.4%) verdiente im vergangenen Jahr deutlich weniger. Allerdings war der Rückgang in diesem Masse erwartet worden. Die Aktien reagierten positiv. (Lesen Sie hier mehr.)

Nach dem deutlichen Kursrückgang von gestern setzte sich der Abwärtstrend bei Aryzta (ARYN 30.39 -1.33%) fort.

GAM (GAM 14.85 0.34%) handelten erneut volatil, während AMS (AMS 73.45 0.14%) erneut einen Versuch unternahmen, die 55-Franken-Hürde zu nehmen.

Zurückhaltung an Wallstreet

Auch in den USA stand alles im Zeichen der erwarteten Zinsanhebung. Die Anleger hielten sich zurück. So lagen alle drei grossen Indizes der New Yorker Börse bei Handelschluss in Europa im Minus. Der Dow Jones (Dow Jones 21513.17 -0.31%) gab 0,3% ab, der breiter gefasste S&P 500 (SP500 2469.91 -0.11%) verliert 0,5% und der Index der Technologiebörse Nasdaq ebenfalls 0,5%.

Vor allem die Aktien des Sportartikelherstellers Nike (NKE 58.95 -1.67%) gewannen. Aufwärts ging es auch mit Wal Mart. Auf der anderen Seite zu finden waren Caterpillar (CAT 108.18 1.49%) sowie die Energieunternehmen Chevron (CVX 103.2 -0.05%) und Exxon Mobil (XOM 79.87 -0.31%).

Asien kam kaum voran

Die Aktienmärkte in Fernost zeigten sich ebenfalls wenig verändert. In Tokio gab der Nikkei 0,1% nach. Auch in Schanghai und Hongkong notierten die Kurse niedriger. Dagegen lag der MSCI-Index für asiatische Aktien ausser den japanischen Werten 0,2% im Plus.

Euro schwächer, Dollar stabil

Der Euro handelte 0,1% leichter und kostete um 17:30 Uhr 1.0718 Fr. Stabil notierte hingegen der Dollar, nachdem er seinen Zugewinn von über 0,2% wieder abgegeben hatte. 1 $ kostete 1.0076 Fr.

Gold unverändert, Öl erneut schwächer

Der Preis für Gold (Gold 1255.4 -0.06%) hat die zwischenzeitlichen Einbussen wettgemacht und war bei Börsenschluss in Europa unverändert. Die Marke von 1200 $ pro Unze hielt. Anders sah das Bild beim Öl aus. Ein Barrel der Sorte Brent (Brent 48.6 0.96%) kostete 1,6% weniger. Der Preis lag bei gut 50 $.