Märkte / Aktien

Der Wochenstart ist geglückt

Der Schweizer Aktienmarkt schloss im Plus. Hoffnungen auf ein Konjunkturpaket in den USA stützten.

(AWP/Reuters/BB) Die Schweizer Aktienmärkte starteten positiv in die neue Woche. Der Leitindex SMI (SMI 9556.14 -0.65%) schloss auf 10364,10 Punkten. Der breiter gefasste SPI (SXGE 11950.93 -0.43%) auf 12’947,75 Punkten und der SMIM (SMIM 2488.513 0.21%) kam bei 2704,89 zu stehen. Der Handel am Montag verlief laut Marktteilnehmern ruhig. Gestützt wurde der Handel durch positive Nachrichten aus den USA, wo nun doch eine Einigung auf neue Konjunkturhilfen möglich scheint.

Auch die Schweizer Wirtschaft vermeldete freundlichere Konjunkturprognosen. Zudem dürfte die im Laufe der Woche beginnende Berichtssaison zusätzliche Impulse liefern.

Optimistischer Wochenstart im SMI 

Zu oberst im Leitindex SMI waren bei Handelsschluss Sika (SIKA 226.5 1.25%), Alcon (ALC 51.92 -3.31%) und Geberit (GEBN 520 -0.84%) zu finden. Swiss Re (SREN 63.5 0.67%) konnten ebenfalls zulegen. Das Unternehmen hat gemeinsam mit Daimler ein Joint Venture für Autoversicherungen gegründet. Am Ende des Tableaus waren die Pharmaschwergewichte Novartis (NOVN 71.11 -1.03%), Roche (ROG 293.9 -0.24%) und der Uhrenhersteller Swatch Group (UHR 193.85 -0.56%) zu finden. Anleger dürften im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl bei Pharmawerten vorsichtig agieren. Gewinnt Joe Biden könnte der politische Druck auf die Branche steigen.

Zu den Verlierern im breiten Markt gehörten Landis+Gyr (LAND 50.5 -0.49%). Der Stromzählerspezialist hatte im ersten Halbjahr aufgrund von Restrukturierungskosten und den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie einen Verlust erwirtschaftet. Gesucht waren ebenfalls Aryzta (ARYN 0.4458 -3.46%). Die Titel des angeschlagenen Tiefkühlbäckers profitierten erneut von Hoffnungen auf einen Turnaround.

Dufry (DUFN 34.21 0.09%) schlossen dagegen ebenenfalls im Minus. Der Reisedetailhändler informierte über den Start der Kapitalerhöhung. Zuvor hatten die Titel vom Einstieg des Grossaktionärs Alibaba (BABA 312.56 1.5%) profitiert. Der Laborspezialist Tecan (TECKL 434 -0.23%) konnte dagegen von der geplanten Aufnahme in den SMIM profitieren. Nach oben ging es auch für Leonteq (LEON 32.45 -0.61%). Der Derivatspzialist hat ein Büro in Mailand eröffnet.

Akzente setzten auch die ausserordentliche Indexanpassung. Demnach fallen die Aktien von Sunrise (SRCG 110 2.9%) wegen der Übernahme durch Liberty Global (LBTYA 19.01 -1.86%) aus dem Mid-Cap-Index SMIM heraus. Zudem wechseln die Namenaktien der Online-Bank Swissquote (SQN 72.4 2.69%) vom SPI Small in den SPI Mid. Die Anpassung wird auf den 16. Oktober umgesetzt.

Ölpreise sanken

Die Ölpreise büssten am Montag leicht an Terrain ein. Ein Barrel der Nordseemarke Marke Brent (Brent 37.37 -0.77%) kostete 41,58 $. WTI (WTI 36.27 -3.25%) sank unter die Marke von 40$ und kostete 39,35$ zum Zeitpunkt des Handelsschlusses an den westeuropäischen Börsen.  Als Grund nannten Börsianer die wieder anlaufende Förderung im Golf von Mexiko, nachdem sie zuvor wegen des Hurrkan «Delta» vorübergehend gestoppt worden war. Ausserdem endete der Streik norwegischer Ölarbeiter.

Die Feinunze Gold (Gold 1868.24 -0.51%) kostete 1921,79 $. Das ist ebenfalls leicht tiefer als am Freitag.

Der Euro hat sich zum Wochenbeginn nur leicht bewegt. Am Abend kostete die Gemeinschaftswährung rund 1,1810 $. Das ist etwas weniger als am Freitagabend. Gegenüber dem Franken schwächte sich der Euro ebenfalls ab und notierte bei 1,0738 Fr. Der US-Dollar notierte bei 0,9091 Fr. und verliert damit. Grund für die geringen Kursausschläge ist ein Feiertag in den USA. Zudem standen auch in der Eurozone keine wichtigen Konjunkturdaten an.

USA startet positiv

Erneut waren es die Technologiewerte, welche den US-Börsen zu Wochenbeginn zu Schwung verhalfen. Dementsprechend handelte der technologielastige Nasdaq im frühen Handel im Plus. Auch der breiter gefasste S&P500, sowie der Dow Jones (Dow Jones 26659.11 0.52%) Index der Standardwerte konnten zulegen. Da in den USA am Montag der Columbus Day begangen wird, wird nicht mit Anleihen gehandelt.

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