Märkte / Aktien

Schweizer Börse schliesst leicht schwächer

Am letzten Handelstag der Woche büsst der Schweizer Leitindex SMI geringfügig an Boden ein. Deutlich Verluste erleiden die Chipwerte.

(AWP/FH) Nach dem jüngsten Anstieg auf ein weiteres Rekordhoch legte der Schweizer Aktienmarkt am Freitag eine Verschnaufpause ein. Der SMI (SMI 9728.39 1.27%) notierte zum Handelsschluss 0,1% tiefer. Wenig Impulse kamen dabei von Wallstreet, wo die grossen Indizes wie der S&P 500 (SP500 2888.68 1.44%) und der Dow Jones (Dow Jones 25886.01 1.2%) Industrial leicht schwächer tendierten.

Stark unter Druck standen AMS (AMS 39.43 1.18%). Händler verwiesen auf eine Umsatzwarnung von Broadcom (AVGO 273.78 1.91%). Der Chiphersteller erwartet wegen des Handelskriegs der USA mit China weniger Umsatz. Dies belastete auch die Branchennachbarn VAT Group (VACN 112 2%) und U-Blox (UBXN 68 1.64%).

Gewinnmitnahmen

Bei den Blue Chips wurden auch bei Zyklikern wie Swatch Group (UHR 261.8 0.61%) oder ABB (ABBN 18.065 1.09%), Pharmawerten wie Alcon (ALC 59.21 1.98%) oder Vifor Pharma (VIFN 154 0.46%) sowie den Grossbanken UBS (UBSG 10.14 1.73%) und Credit Suisse (CSGN 11.05 1.75%) Gewinne mitgenommen. Die Luxusgüteraktien von Swatch Group dürften dabei unter den Protesten in Hongkong gelitten haben, wo in ruhigen Zeiten besonders viele Uhren und Schmuckstücke verkauft werden.

Zu den wenigen Gewinnern zählten die Aktien von Adecco (ADEN 51.1 1.27%). Morgan Stanley (MS 39.94 2.15%) hatte die Empfehlung für den Zeitarbeitskonzern auf «Overweight» hochgestuft. Wenig Bewegung zeigten die defensiven Schwergewichte Nestlé (NESN 107.76 1.2%) und Roche (ROG 273.2 1.58%).

DKSH klar im Minus

Am breiten Markt verloren DKSH (DKSH 47.74 0.97%) deutlich. Credit Suisse hatte die Papiere des Handelskonzerns auf «Underperform» herabgestuft. Sie führten in der Begründung die herausfordernden Bedingungen in Thailand sowie höhere Zinskosten und Wechselkursveränderungen an.

Straumann (STMN 784.8 1.11%) notierten ebenfalls schwächer. Der Hersteller von Dentalimplantaten verzichtet auf eine angedachte Kooperation mit Align Technology und muss daher weitere 16 Mio. $ an das US-Unternehmen zahlen.

Auf der Gegenseite rückten Aevis (GSMN 12.6 1.61%), Newron Pharma (NWRN 5.9 -0.84%), Zehnder (ZEH 36.85 2.36%) und Mobilezone (MOB 9.13 1.67%) vor.

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