Märkte / Aktien

Schweizer Börse schliesst leicht schwächer

Am letzten Handelstag der Woche büsst der Schweizer Leitindex SMI geringfügig an Boden ein. Deutlich Verluste erleiden die Chipwerte.

(AWP/FH) Nach dem jüngsten Anstieg auf ein weiteres Rekordhoch legte der Schweizer Aktienmarkt am Freitag eine Verschnaufpause ein. Der SMI (SMI 10846.29 0.04%) notierte zum Handelsschluss 0,1% tiefer. Wenig Impulse kamen dabei von Wallstreet, wo die grossen Indizes wie der S&P 500 (SP500 3329.62 0.39%) und der Dow Jones (Dow Jones 29348.1 0.17%) Industrial leicht schwächer tendierten.

Stark unter Druck standen AMS (AMS 43.5 0.28%). Händler verwiesen auf eine Umsatzwarnung von Broadcom (AVGO 308.79 0.57%). Der Chiphersteller erwartet wegen des Handelskriegs der USA mit China weniger Umsatz. Dies belastete auch die Branchennachbarn VAT Group (VACN 157.9 0.7%) und U-Blox (UBXN 95.3 0.42%).

Gewinnmitnahmen

Bei den Blue Chips wurden auch bei Zyklikern wie Swatch Group (UHR 265 -3.11%) oder ABB (ABBN 23.14 -0.22%), Pharmawerten wie Alcon (ALC 58.98 -0.94%) oder Vifor Pharma (VIFN 183.75 0.25%) sowie den Grossbanken UBS (UBSG 12.805 0.55%) und Credit Suisse (CSGN 13.495 0.19%) Gewinne mitgenommen. Die Luxusgüteraktien von Swatch Group dürften dabei unter den Protesten in Hongkong gelitten haben, wo in ruhigen Zeiten besonders viele Uhren und Schmuckstücke verkauft werden.

Zu den wenigen Gewinnern zählten die Aktien von Adecco (ADEN 60.16 0.03%). Morgan Stanley (MS 57.51 1.9%) hatte die Empfehlung für den Zeitarbeitskonzern auf «Overweight» hochgestuft. Wenig Bewegung zeigten die defensiven Schwergewichte Nestlé (NESN 106.9 0.3%) und Roche (ROG 328.15 0.06%).

DKSH klar im Minus

Am breiten Markt verloren DKSH (DKSH 56.5 -0.96%) deutlich. Credit Suisse hatte die Papiere des Handelskonzerns auf «Underperform» herabgestuft. Sie führten in der Begründung die herausfordernden Bedingungen in Thailand sowie höhere Zinskosten und Wechselkursveränderungen an.

Straumann (STMN 1007.5 0.6%) notierten ebenfalls schwächer. Der Hersteller von Dentalimplantaten verzichtet auf eine angedachte Kooperation mit Align Technology und muss daher weitere 16 Mio. $ an das US-Unternehmen zahlen.

Auf der Gegenseite rückten Aevis (AEVS 13.6 1.49%), Newron Pharma (NWRN 6.72 -0.44%), Zehnder (ZEH 46.1 1.32%) und Mobilezone (MOB 11.22 0.72%) vor.