Märkte / Aktien

Schweizer Börse schliesst leicht schwächer

Am letzten Handelstag der Woche büsst der Schweizer Leitindex SMI geringfügig an Boden ein. Deutlich Verluste erleiden die Chipwerte.

(AWP/FH) Nach dem jüngsten Anstieg auf ein weiteres Rekordhoch legte der Schweizer Aktienmarkt am Freitag eine Verschnaufpause ein. Der SMI (SMI 9991.42 0.26%) notierte zum Handelsschluss 0,1% tiefer. Wenig Impulse kamen dabei von Wallstreet, wo die grossen Indizes wie der S&P 500 (SP500 3006.72 0.69%) und der Dow Jones (Dow Jones 26827.64 0.21%) Industrial leicht schwächer tendierten.

Stark unter Druck standen AMS (AMS 45.2 2.29%). Händler verwiesen auf eine Umsatzwarnung von Broadcom (AVGO 289.57 0.99%). Der Chiphersteller erwartet wegen des Handelskriegs der USA mit China weniger Umsatz. Dies belastete auch die Branchennachbarn VAT Group (VACN 127.7 3.44%) und U-Blox (UBXN 77.05 4.4%).

Gewinnmitnahmen

Bei den Blue Chips wurden auch bei Zyklikern wie Swatch Group (UHR 264 1.15%) oder ABB (ABBN 19.32 2.77%), Pharmawerten wie Alcon (ALC 57.96 -0.24%) oder Vifor Pharma (VIFN 153.35 -0.68%) sowie den Grossbanken UBS (UBSG 11.445 2.32%) und Credit Suisse (CSGN 12.42 2.1%) Gewinne mitgenommen. Die Luxusgüteraktien von Swatch Group dürften dabei unter den Protesten in Hongkong gelitten haben, wo in ruhigen Zeiten besonders viele Uhren und Schmuckstücke verkauft werden.

Zu den wenigen Gewinnern zählten die Aktien von Adecco (ADEN 57.44 2.28%). Morgan Stanley (MS 44.98 3.02%) hatte die Empfehlung für den Zeitarbeitskonzern auf «Overweight» hochgestuft. Wenig Bewegung zeigten die defensiven Schwergewichte Nestlé (NESN 102.02 -1.07%) und Roche (ROG 289.45 0.03%).

DKSH klar im Minus

Am breiten Markt verloren DKSH (DKSH 46.94 1.29%) deutlich. Credit Suisse hatte die Papiere des Handelskonzerns auf «Underperform» herabgestuft. Sie führten in der Begründung die herausfordernden Bedingungen in Thailand sowie höhere Zinskosten und Wechselkursveränderungen an.

Straumann (STMN 848.8 -0.38%) notierten ebenfalls schwächer. Der Hersteller von Dentalimplantaten verzichtet auf eine angedachte Kooperation mit Align Technology und muss daher weitere 16 Mio. $ an das US-Unternehmen zahlen.

Auf der Gegenseite rückten Aevis (AEVS 13 0%), Newron Pharma (NWRN 7.03 -6.76%), Zehnder (ZEH 43.15 2.98%) und Mobilezone (MOB 10.86 3.04%) vor.

Leser-Kommentare

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.