Märkte / Aktien

SMI geht schwächer aus dem Handel

Handelskrieg und die anhaltenden Proteste in Hongkong liessen Investoren eher nach defensiven Titeln suchen.

(AWP/Reuters/BB) Die Schweizer Börse startet nach der Rekordjagd vor dem Wochenende gemächlich in die neue Handelswoche. Dem SMI (SMI 10205.46 -2.92%) gelang es jedoch nicht mehr seinen Verlust vom Nachmittag abzubauen, sondern schloss leicht im Minus bei 10’305,27 Punkten. SPI (SXGE 12341.04 -2.85%) Extra (4’455,73 Punkte) und SMIM (SMIM 2617.712 -3.02%) (2’677,43 Punkten) gingen dagegen leicht positiv aus dem Handel.

Heute überwog bei den Anlegern erneut die Verunsicherung über den Handelskrieg zwischen den USA und China. Die Risikolust vieler Marktteilnehmer hielt sich daher in Grenzen, gefragt waren eher defensive Titel. Zulegen konnten etwa Nestlé (NESN 101.76 -2.81%), Partners Group (PGHN 865.4 -3.54%), Lonza (LONN 397.9 -2.69%) oder Cassiopea (SKIN 40 -1.72%). Mit der Ausnahme von Swiss Life (SLHN 445 -4.12%) geben Finanz- und Bankentitel heute nach.

Auch die angespannte Situation in Hongkong belastete die Märkte. Titel aus der Uhren- und Luxusbranche standen unter Druck. Richemont (CFR 66.02 -4.07%) und Swatch Group (UHR 227.8 -3.11%) verbüssten deswegen einmal mehr Einbussen.

Novartis (NOVN 85.05 -1.61%) profitierten dagegen von positiven Studienergebnissen. Tochter Sandoz übernimmt ausserdem für bis zu 400 Mio.€ das Japan-Geschäft von Aspen (Aspen 6.64 -5.68%) Global Incorporated. Positives gab es auch von Idorsia (IDIA 27.12 -6.87%) zu berichten. Das Biotechnologieunternehmen meldete ermutigende Ergebnisse für eine Studie mit dem Wirkstoff Cenerimod.

Im breiten Markt verlieren GAM (GAM 3.326 -4.97%). Das Investmentvehikel SMF UK des Milliardärs George Soros senkte seinen Anteil an dem Vermögensverwalter auf unter 3% reduziert. Ebenfalls unter Druck standen Dormakaba (DOKA 587 -3.06%). HSBC (5 530.4 -4.55%) hat ihr Kursziel für das Schliesstechnik-Unternehmen gesenkt.

Obseva setzten ihre Verluste fort. Wie bereits vergangene Woche bekannt gegeben, stellt das Biopharmaunternehmen nach einem Misserfolg mit einer Studie sein aktuelles  IVF-Forschungsprogramm ein.

Die von Schmolz +Bickenbach publizierte Ergänzung zur geplanten Kapitalerhöhung wurde von den Investoren negativ aufgenommen. Der Stahlhersteller wird morgen Quartalszahlen publizieren, voraussichtlich sehr schlechte.

Währungen mit wenig Impulsen

Der Euro hat zu Wochenbeginn leicht zugelegt. Deutliche Kursbewegungen blieben jedoch aus. Zum Zeitpunkt des Handelsschlusses in Westeuropa  kostete die Gemeinschaftswährung 1,1038 Dollar. Zum Franken notierte der Euro praktisch unverändert bei 1,0970 Franken. Der US-Dollar kostete derweil 0,9939 Franken.  

Zum Wochenstart wurden in der Eurozone kaum Konjunkturdaten veröffentlicht. Erst in der zweiten Wochenhälfte dürfte die Publikation neuer Daten den Märkten wieder neue Impulse liefern.

Die Feinunze Gold (Gold 1645.14 0.25%) kostet mit knapp 1455,58 Dollar wieder etwas weniger als Ende vergangener Woche.

Ölpreise mit Abschlägen

Auch am Rohölmarkt blieb der Handelskrieg das beherrschende Thema. Die Ölpreise handelten am Abend unterschiedlich. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 51.62 -2.71%) kostete mit 62,47 US-Dollar wieder etwas mehr. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI (WTI 46.66 -3.38%)) fiel auf 57,10 Dollar.

Handelskrieg belastet US-Börsen

Die Leitindizes Dow Jones (Dow Jones 25766.64 -4.42%), Nasdaq und S&P 500 (SP500 2978.76 -4.42%) starten die neue Handelswoche im roten Bereich. Wegen dem Veterans-Day bleiben heute in den Vereinigten Staaten zudem die Bondmärkte geschlossen.