Unternehmen / Schweiz

Wer trotz Sturm an die Börse geht

Die Nervosität der Investoren steht in den kommenden Monaten grossen Börsengängen und einer zweiten Spac nicht im Weg.

Der Wind kann schnell drehen. Nach einem eher schwachen Jahr für IPO (Initial Public Offering), ist die Kandidatenliste für einen Börsengang schon wieder recht lang. 2022 könnte nach heutigem Stand ein überdurchschnittlich gutes Schweizer IPO-Jahr werden – trotz erhöhter Nervosität. «Man darf die momentane Volatilität nicht überbewerten, eine gewisse Korrektur ist gesund», sagte Jens Haas, Leiter der Investmentbank der Credit Suisse in der Schweiz, am Dienstag an einem virtuellen Roundtable, «für gute Schweizer Unternehmen gibt es immer einen Markt».

Genau solche bereiten sich derzeit auf den Sprung an die SIX vor. Dabei dürfte die Aktivität wie in früheren Jahren um Ostern herum am grössten sein (vgl. Grafik). Zu den ersten Kandidaten gehört Galderma. Die Dermatologiespezialistin könnte eine Bewertung von bis zu 20 Mrd. Fr. erreichen. Sollte der Anteil frei handelbarer Aktien mit der Zeit zunehmen, läge für die frühere Nestlé-Sparte gar ein Platz im SMI drin. Dem Vernehmen nach finden momentan Investorenmeetings statt, wobei das Feedback sehr positiv sei.

Mehrere Abspaltungen

Ebenfalls zu einem Schwergewicht dürfte Sandoz werden (vgl. Tabelle). Die Generikatochter von Novartis wird derzeit einer strategischen Überprüfung unterzogen. Novartis-CEO Vas Narasimhan sagte vor wenigen Tagen: «Es bleibt dabei, dass wir uns alle Optionen ansehen und dann eine Entscheidung treffen, mit der wir den maximalen Wert für unsere Investoren erlangen wollen.» Das heisst, ein Börsengang ist immer noch möglich, aber auch ein Verkauf an Private Equity.

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