Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Schweizerische Nationalbank
Märkte / Makro

Schweizer Erfahrungen mit Negativzinsen

Die Nationalbank hat in den Sechziger- und Siebzigerjahren insgesamt vier Mal Minuszinsphasen verordnet. Sie trafen immer ausländische Guthaben.

Negativzinsen gehören zu den Instrumenten, die die Nationalbank für Extremsituationen vorsieht, wenn alle anderen Massnahmen keine Wirkung zeigen. In der Vergangenheit machte sie nur selten davon Gebrauch.

In den Sechzigerjahren entschloss sie sich beispielsweise dazu. Damals gab es keine frei schwankenden Wechselkurse. Die Währungen waren fix aneinander gekoppelt (Bretton-Woods-System). Das geldpolitische Problem stellte damals auch nicht der Franken dar, sondern die Inflation. Ab 1962 stieg sie regelmässig über 3%. Um dem entgegenzutreten, griff die SNB zusammen mit dem Bund zu hoheitlichen Instrumenten gegen den Zufluss von Auslandgeldern.

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