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Schweizer Exporte steigen auf Rekordstand

Die Schweizer Ausfuhren klettern erstmals über 19 Mrd. Fr. Derweil sind die Importe rückläufig. Die Uhrenexporte setzen das Wachstum fort.

(AWP) Die Schweizer Exporte haben sich im November 2018 noch weiter erhöht und damit zum zweiten Mal in Folge einen monatlichen Höchstwert erreicht. Die Ausfuhren stiegen auf saisonbereinigter Basis nominal um 1,8% (real +1,0%) auf 19,2 Mrd. Fr. an. Zum ersten Mal konnte somit die Marke von 19 Mrd. Fr. überschritten werden.

Die Importe gingen dagegen um 1,2% (real -1,5%) auf 16,1 Mrd. zurück, womit sie sich seit Juni 2018 in einem Abwärtstrend befinden, wie den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung zu entnehmen ist. Damit resultierte im November ein Handelsbilanzüberschuss von 3,1 Mrd. Fr. nach 2,5 Mrd. Fr. im Vormonat.

Für die Zunahme der Gesamtexporte war vor allem die umsatzgrösste Sparte der chemisch-pharmazeutischen Produkte verantwortlich. Zwar waren die Ausfuhren von Medikamenten rückläufig, allerdings legten alle anderen Untergruppen zu. Zulegen konnten auch die Lieferungen von Präzisionsinstrumenten sowie von Uhren, während jene von Maschinen und Elektronik ein weiteres Mal zurückgingen.

Eine klar stärkere Nachfrage nach Schweizer Produkten gab es aus den USA (+5,3%), aber auch die Exporte nach Asien (+1,2%) nahmen dank stärkerer Nachfrage aus China, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Südkorea zu. Dagegen gingen die Ausfuhren nach Europa zurück (-1,1%), unter anderem wegen gesunkener Ausfuhren nach Deutschland, Irland und Frankreich.

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