Märkte / Makro

Schweizer Franken: Vorsicht, Realzinsen!

Rekordtiefe Zinsen und sinkende Inflationserwartungen könnten künftig dazu führen, dass Währungen wie der Franken und der Yen an Wert gewinnen.

An den Währungsmärkten hinterlässt der Zinsrückgang der vergangenen Tage tiefe Spuren. Die Zinsen befinden sich wieder im Abwärtstrend und reissen die Wechselkurse mit sich. In den USA ist die Rendite zweijähriger Treasury-Anleihen seit Ende Mai von 0,91 auf 0,78% gesunken, gleichzeitig hat sich der Dollar gegenüber den Währungen der wichtigsten Aussenhandelspartner um 3% abgewertet. Die Korrelation ist eindeutig, und doch blicken Währungsexperten nicht mehr nur auf die nominalen Zinsbewegungen, sondern zuletzt immer häufiger auf die realen Sätze.

Hierbei handelt es sich um die Zinsen abzüglich der Inflationserwartungen (vgl. Textkasten unten). Ökonomen bezeichnen sie als die relevantere Grösse. So wie auch das Wirtschaftswachstum nur abzüglich der Preisveränderungen ausgewiesen wird, zählt am Ende in einem Portefeuille allein der reale Wert, nicht der nominale. Entscheidend ist der Gewinn oder der Verlust von Kaufkraft, alles andere kommt einer Geldillusion gleich.

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