Märkte / Makro

Schweizer Grossbanken nur wenig in Türkei engagiert

Die Lira-Krise dürfte die Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse kaum tangieren.

(Reuters) Die Schweizer Grossbanken UBS (UBSG 13.51 -1.96%) und Credit Suisse (CSGN 12.78 -2.14%) sind beide in vergleichsweise kleinem Umfang in der Türkei engagiert. Die UBS hatte per Ende 2017 ein Netto-Engagement von 552 Mio. Fr. in dem Land, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. Absicherungen gegen diverse Risiken sind dabei bereits berücksichtigt. Ein Grossteil der Summe entfällt mit gut einer halben Milliarde Franken auf Kredite. Bei der Credit Suisse zählte das Türkei-Geschäft zum Jahresende nicht zu den 16 grössten grenzüberschreitenden Länder-Engagements, wie aus einem Bericht an die US-Börsenaufsicht hervorgeht. Konkrete Angaben zur Höhe ihres Türkei-Geschäfts machte die Credit Suisse am Freitag nicht.

Angesichts der Währungskrise in der Türkei geraten die Engagements von Banken in dem Land in den Fokus: Einem Bericht der «Financial Times» zufolge schauen sich die EZB-Bankenaufseher wegen der Lira-Krise die Verbindungen europäischer Geldhäuser an. Die deutschen Banken etwa haben in der Türkei rund 21 Mrd. € im Feuer. Der europäische Bankenindex rutschte wegen der Angst vieler Anleger, die Banken könnten in der Türkei Verluste erleiden, 2% ab. Die Aktien der beiden Schweizer Grossbanken gaben am Freitag in einem schwächeren Markt ebenfalls rund 2% nach.

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