Märkte / Makro

Schweizer Industrie wächst so rasant wie nie

Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie klettert auf Rekordhöhe. Die Schweiz lässt den Konjunkturtaucher des ersten Quartals hinter sich.

«Die Erholung der Schweizer Industrie schreitet derart rasch voran, dass verbreitet Knappheit auftritt, die sogar die Preise steigen lässt», schreibt Claude Maurer, Chefökonom Schweiz der Credit Suisse. Diese erhebt zusammen mit dem Fachverband Procure die PMI für die Schweiz. Derjenige für die Industrie ist von 69,5 im April auf 69,9 im Mai gestiegen, wie am Dienstag gemeldet wurde, das ist der höchste Wert seit Beginn der Datenerhebung 1995.

Der Rekord dürfe angesichts des Einbruchs in der Pandemiekrise zwar «nicht überinterpretiert werden», schränkt Maurer ein. Doch er spiegle «die vorteilhafte Nachfragesituation der Industrie weltweit».

Längere Lieferzeit und höhere Einkaufspreise

Die Erholung der hiesigen Industrie sei «breit abgestützt» und dürfte sich dank der guten Auftragslage fortsetzen, ergänzt Maurer, auch wenn sich die Produktionsdynamik etwas verlangsamt habe. Längere Lieferzeiten und die höheren Einkaufspreise zeigten die Knappheit, die sich «abermals verschärft» habe. Teurer geworden seien vor allem Güter aus Übersee – Stichwort Transportkosten – und generell Rohstoffe und Elektronikkomponenten.

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