Märkte / Makro

Schweizer Industrie spürt Corona im ersten Quartal

Die durch die Covid-19-Pandemie ausgelösten Effekte haben erheblich auf das Ergebnis eingewirkt.

(AWP) Die Coronakrise hat bei der Schweizer Industrie im ersten Quartal deutliche Spuren hinterlassen. Eine starke Entwicklung im Januar und ein robustes Baugewerbe sorgten im Jahresvergleich noch für ein Plus in der Produktion im sekundären Sektor. Der März wies jedoch einen kräftigen Rückgang aus. Der Umsatz im Quartal ist zum ersten Mal seit drei Jahren wieder zurückgegangen.

Vom Jahresbeginn bis Ende März stieg die Produktion im gesamten sekundären Sektor, der sich aus Industrie und Bau zusammensetzt, im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,8%. Der Umsatz lag jedoch 0,4% tiefer, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte.

Zum Vergleich: Im Vorquartal hatte die Produktion noch um 1,2% zum Vorjahr angezogen, die Umsätze stiegen um 0,1%.

Effekt der Covid-19-Pandemie ab Februar

Die durch die Covid-19-Pandemie ausgelöste Effekte hätten auf die Ergebnisse des Februars und März eingewirkt, schrieb das BFS. In der Industrie ist die Produktion im Januar um 3% gestiegen und auch im Februar resultierte noch ein leichtes Plus von 0,1%. Im März betrug das Produktionsminus jedoch 1,9%.

Bei den Umsätzen setzte der Pandemie-Effekt schneller ein. Während der Januar hier noch ein Plus von 0,7% aufwies, lagen die Umsätze im Februar und März um 1,9 bzw. 4,4% tiefer. Der Quartalswert Industrie lag 1,3% unter Vorjahr.

Baugewerbe mit Wachstum

Im Baugewerbe ist die Produktion um 4,1% gestiegen. Dabei lag der Hochbau 0,5% tiefer, während der Tiefbau um 5,7% zulegte. Beim sonstigen Baugewerbe nahm die Produktion um 6,4% zu.

Der Umsatz hat derweil beim Baugewerbe im Quartal um 4% zugenommen. Im Hochbau betrug das Plus 1,2%, im Tiefbau 6,2% und im sonstigen Baugewerbe 6%.

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